Ford

Mondeo aus Europa für US-Markt

Foto: Ford

Folgt Ford dem Beispiel des Konkurrenten GM und exportiert in Europa gebaute Autos in die USA? Die Anzeichen verdichten sich, nachdem Ford-Chef Mulally vor Journalisten konkret das Beispiel des Ford Mondeo genannt hat.

Für reichlich Schlagzeilen in den USA hatte zum Ende des vergangenen Jahres die Bestätgiung gesorgt, dass General Motors 2008 in Opel Astra-Modelle unter dem Markennamen Saturn an den US-Markt bringen wird. Schon seit längerem exerziert GM vor, wie mit einer Marke als Basis weltweit Autogeschäfte gemacht werden. Das beste Beispiel ist GM Daewoo. Modelle des koreanischen Herstellers werden beispielsweise in Europa und China unter dem Namen Chevrolet verkauft, in den USA als Daewoo und wiederum in China auch unter dem Namen der historieschweren US-Marke Buick. Die Buick-Chevrolet laufen in China so gut, dass inzwischen sogar eine Wiederbelebung der in den USA eigentlich zum langsamen Sterben verurteilten Marke erwogen wird.

Bislang ist Ford so ziemlich das Gegenteil von GM, was die weltweite Vermarktungs- und Produktpolitik anbelangt. Während GM keine eigene starke Marke außerhalb den USA hat, tritt Ford in allen Märkten als Ford auf. Das blaue Oval ist weltweit ein Begriff. Allerdings  werden für alle Regionen weltweit eigene Autos mit einem eigenen Design produziert. So gibt es beispielsweise den Ford Focus in Europa und den Ford Focus in den USA, miteinander zu tun haben die Fahrzeuge aber nichts.

Mulally will mit Produkt-Kleinstaaterei Schluss machen

Mit dieser Produkt-Kleinstaaterei möchte der seit Herbst 2006 amtierende Ford-Chef Alan Mulally aufräumen. Vor Journalisten klagte er nun darüber, dass Ford nicht als globales Unternehmen agiere, sondern als ein weltweit verteiltes Sammelsurium von sechs oder sieben unterschiedlichen Marken. Die "größte Herausforderung" für ihn sehe er deshalb darin, eben ein solch global agierendes Unternehmen aufzustellen. Hintergrund ist die schwere wirtschaftliche Krise bei Ford. 2006 lag das Defizit alleine der US-Autosparte bei über fünf Milliarden US-Dollar. Experten beziffern das Einsparpotenzial einer globalen Strageie bei Entwicklung und Design auf rund acht Milliarden Dollar jährlich.

Auf der Suche nach schnellen Einsparungen schielt Mulally vor allem nach Europa. So sagte er am Freitag´(12.1.), vor Journalisten mit Blick auf die nächste Generation des Ford Mondeo: "Warum fahren wir den Mondeo nicht hier (in den USA). Hallo: Das ist ein großartiges Auto."

Von Ford Europa gab es zu den Äußerungen Mulallys keinen Kommentar. Derzeit werde zum Thema, welche Modelle auf welchen Märkten angeboten werden, "alles hoch und runter dekliniert", konkrete Entscheidungen gäbe es aber bislang nicht. Ganz grundätzlich stehe man aber einem Export von in Europa produzierten Ford-Modellen  "positiv" gegenüber, wenn dieser dazu beitragen könne, die Kapazitäten in den Werken auszulasten.    

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