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Bis zum autonomen Polizeiauto

Ford plant den Verkehr der Zukunft

01/2018, Ford automome Polizeiautos Foto: Ford

Bike Sharing, vernetze Verkehrssysteme und Smart Cities und Software. Ford plant umfassend für den Verkehr der Zukunft. Ein Szenario schließt auch fahrerlose Streifenwagen mit ein.

15.02.2018 Bernd Conrad Kommentare

Ford hat, wie viele Mitbewerber, den Kurs in Richtung Mobilitätsdienstleister gesetzt und die Segel gehisst. Dabei belässt es der amerikanische Autobauer aber nicht bei Ankündigungen, sondern setzt bereits erste Schritte in die Tat um.

Der Einstieg in das Call-A-Bike-Programm der Bahn war nur einer von vielen Bausteinen, wir haben das Programm ja bereits im Selbstversuch vorgestellt.

Im Jahr 2018 will Ford zudem ein Entwickler-Netzwerk für ein offenes Transport-Betriebssystem ins Leben rufen. Ziel dieser Software soll die Vernetzung von Autos verschiedener Hersteller und weiterer Verkehrsteilnehmer sein. Außerdem denkt Ford darüber hinaus. Auch Stadtverwaltungen sollen mit ins Boot geholt werden, denn die Smart City spielt im vernetzten Verkehr natürlich auch eine wichtige Rolle.

Übernahme von Start-ups

Den technischen Dienstleister hierfür, das Start-up Autonomic aus Kalifornien, wird Ford kurzerhand übernehmen. Auch eine zweite Firma namens TransLoc wandert unter den Ford-Schirm. Hier ist man auf die Planung von städtischem Verkehr spezialisiert und arbeitet mit Stadtverwaltungen und Kommunen zusammen.

Der Fahrdienstleister Chariot, der aktuell mit einer Flotte von Ford Transit in fünf US-Städten aktiv ist, soll international ausgerollt werden. Chariot wird in einer Geschäftseinheit mit dem Betrieb der FordPass-App, zu der auch das oben erwähnte Bike Sharing zählt, zusammengefasst.

Hallo, Officer?

01/2018, Ford automome Polizeiautos Foto: Ford

Viele Schritte weiter geht ein ganz anderes Forschungsprojekt von Ford. Bereits im Juli 2016 wurde bei den amerikanischen Behörden das Patent für ein autonom fahrendes Polizeiauto eingereicht.

Laut Patentschrift soll das Fahrzeug in der Lage sein, ohne Zutun eines Menschen „die Verletzung einer oder mehrerer Verkehrsregeln eines anderen Autos erkennen“ können. Auch die Verfolgung eines anderen Autos und „das Ausführen einer oder mehrerer Aktionen“ soll der Computer des Streifenwagens selbsttätig ausführen können.

In einer vielleicht gar nicht allzu fernen Zukunft könnten also unbemannte Roboter-Streifenwagen durch die Städte rollen und nach dem Rechten sehen. Auch bei in den USA ja gar nicht mal so unüblichen Verfolgungsjagden dürften selbstfahrende Polizeifahrzeuge von Vorteil sein. Sie sind schneller vor Ort als menschliche Verstärkung und können bei der Jagd auf fliehende Verbrecher rigoroser eingesetzt werden, da im schlimmsten Fall zwar die Maschine kaputt geht, aber kein Mensch zu Schaden kommt.

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