Ford USA

Nur noch 2. Liga

Auch mit den geplanten neuen Modellen wird Ford in den USA der Konkurrenz weiter hinterherhinken.

Auch mit den geplanten neuen Modellen wird Ford in den USA der Konkurrenz weiter hinterherhinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine detaillierte Studie, die von den Marktforschungs-Unternehmen Merill Lynch, J.D. Powers und Ward’s Automotive durchgeführt wurde. Demnach zeige die Produktplanung von Ford, dass der US-Autobauer auch in den nächsten drei Jahren keinen Boden auf GM und die europäischen und asiatischen Hersteller gut machen könne.

Kleinere Facelifts locken keine Kunden

Bei den angestrebeten Facelifts handele es sich in den meisten Fällen zudem lediglich um „kleinere Änderungen“ wie den Einbau von anderen Kühlergrills oder die Modifikation der Stossfänger, „und nicht um dramatische neue Designs, die wesentlich effektiver Kunden anziehen könnten.“

Jeff Schuster, Direktor für Produktanalyse bei J.D Powers, erklärte, Ford gehe „das große Risiko ein, dass das Unternehmen vom Standpunkt der Neuproduktionen aus gesehen nicht wettbewerbsfähig ist“. Die Analyse, in der die europäischen Marken des Herstellers nicht einbezogen wurden, habe gezeigt, dass Ford in den Jahren 2002 bis 2004 nur acht Prozent des Produktionsvolumens gründlich überarbeiten werde. Bei GM werden es dagegen 15 Prozent und bei der Chrysler Group 17 Prozent der Modelle sein. „Das ist für mich ein Alarmsignal“, sagte Schuster, Ford habe „aus Kostengründen so viele Produktänderungen verschoben, dass nun die Gefahr besteht, noch mehr Kunden zu verlieren.“

Gute neue Produkte lösen jedes Problem

Die geplanten Modell-Änderungen würden dagegen nur kurzfristig helfen. „Autokäufer werden nur eine kurze Zeit darauf anspringen, innerhalb von vier Monaten werden die Verkaufszahlen dann jedoch wieder da sein, wo sie auch vor der Überarbeitung waren.“

Auch Brett Hoselton. Autoanalyst bei McDonalds Investment und früherer Finanzanalyst bei Ford, zeigt sich besorgt: „Neue Modelle bringen Kunden, legitimieren die Marke. Ein Beispiel ist Chrysler in den frühen Neunzigern. Das Unternehmen hatte neue Modelle wie zum Beispiel die Viper, die sich zwar nicht in großen Mengen verkauften, aber die Menschen zu den Händlern zogen. Gute neue Produkte können jedes Problem eines Herstellers lösen.“

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