Ford verkauft Hertz - Transaktionswert 15 Milliarden Dollar

Foto: Hertz

Die Ford Motor Company verkauft die weltgrößte Mietwagen-Firma Hertz Corporation unter Einschluss von Hertz-Schulden für insgesamt 15 Milliarden Dollar (12,7 Milliarden Euro) an eine Gruppe von drei führenden US-Investmentfirmen.

Käufer sind die Investmentfirmen Clayton Dubilier & Rice, The Carlyle Group und Merrill Lynch Global Private Equity, teilte der zweitgrößte amerikanische Autokonzern am Montag (12.9.) nach Börsenschluss mit. Hertz ist eine hundertprozentige Ford-Tochtergesellschaft.

Die Käufer zahlen 5,6 Milliarden Dollar an Ford und übernehmen außerdem rund 9,4 Milliarden Dollar Hertz-Schulden. Somit hat die Transaktion einen Gesamtwert von 15 Milliarden Dollar. Ford habe eine definitives Verkaufsabkommen mit der Investorengruppe abgeschlossen. Der Kauf müsse noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden und solle bis Jahresende über die Bühne gehen.

Neue Mittel durch Hertz-Verkauf

Ford wolle seine Bilanz stärken und in das Auto-Kerngeschäft investieren, erklärte Ford-Finanzchef Don Leclair. Hertz sei eine Weltklasse-Firma mit einem erfahrenen Management-Team. Ford will nach Angaben von Leclair mit den neuen Eigentümern zusammenarbeiten und starke kommerzielle Beziehungen zu Hertz beibehalten.

Ford schreibt in Nordamerika rote Zahlen und verliert Marktanteile an Toyota und andere ausländische Autohersteller. Zwei Ratingagenturen hatten Ford-Anleihen wegen der Geschäftsprobleme heruntergestuft. Ford beschafft sich durch den Hertz-Verkauf neue Milliardenmittel.

Hertz hat einen Jahresumsatz von mehr als sieben Milliarden Dollar und war in den vergangenen Jahren hochprofitabel. Das Unternehmen war 1918 gegründet worden. Es verfügt über insgesamt 7.000 Niederlassungen in den USA und 150 anderen Ländern. Hertz ist auch ein führender Vermieter von Baumaschinen, industriellen Geräten und anderen Produkten.

Deutsche Bank als Berater

George W. Tamke, ein Partner bei Clayton Dubilier, wird Verwaltungsratsvorsitzender bei Hertz. Er hob die Tatsache hervor, dass Hertz weltweite Nummer eins sei. Die Firma verfüge über eine außergewöhnliche globale Marke. Das Unternehmen biete eine starke Plattform für weiteres Wachstum. Man habe sich Hertz mehr als drei Jahre lang angeschaut und glaube, dass die Firma genau zur eigenen Investmentstrategie passe, betonte David H. Wasserman. Er ist der Partner bei Clayton Dubilier, der die Kaufverhandlungen für seine Firma geführt hatte.

Hertz-Chef Craig R. Koch verwies darauf, dass die Käufer das Geschäft gut verstünden und anhaltendes Wachstum und Wertschaffung unterstützen wollten. Die Investorengruppe war von der Deutsche Bank, von Lehman Brothers und Merrill Lynch beraten worden.

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