Ford will 4.000 bis 5.000 US-Stellen abbauen (Update)

Neben dem "freiwilligen" Wechsel der Angestellten in den Ruhestand gab der zweitgrößte Autobauer heute noch eine Gewinnwarnung aus.

Der Autokonzern Ford hat eine Gewinnwarnung herausgegeben und will noch in diesem Jahr 4.000 bis 5.000 Stellen von Angestellten in den USA streichen. Die Arbeitsplätze sollten vor allem durch den „freiwilligen“ Wechsel der Angestellten in den Ruhestand abgebaut werden, teilte der zweitgrößte Autokonzern der Welt heute mit. Der Gewinn pro Aktie im Gesamtjahr 2001 werde nach Unternehmensangaben unter Ausklammerung von Sonderfaktoren bei nur 70 Cents liegen – Wall-Street-Analysten hatten mit 1,20 Dollar je Aktie gerechnet.

Mit dem Stellenabbau wolle die Ford Motor Company die Wettbewerbsposition stärken und Kosten sparen. Nach einem Bericht der „New York Times“ plane Ford ein ähnliches Vorgehen im Ausland. Das Programm könne auch auf Ingenieure und Manager in anderen Ländern ausgedehnt werden. Ford beschäftige im Ausland nach Schätzungen 25.000 bis 35.000 – in den USA 45.822 Angestellte.

Aktie fiel um fast sieben Prozent auf 21,87 US-Dollar

Auf Grund der US-Vorruhestandsaktion wird im vierten Quartal eine Sonderbelastung von 700 Millionen Dollar (1,5 Milliarden Mark / 766 Millionen Euro) nach Steuern oder von 40 Cents je Aktie anfallen. Im dritten Quartal werde eine Sonderbelastung von 200 Millionen Dollar oder zehn Cents je Aktie verbucht, die vor allem auf Abschreibungen von Investments im E-Kommerz- und im Auto-Bereich zurückzuführen sei, teilte der Konzern mit.

Nach dem heutigen Handelsbeginn fiel die Ford-Aktie um 6,82 Prozent auf 21,87 Dollar – in den vergangenen zwölf Monaten wurden die Anteile zeitweise mit 31,42 Dollar notiert.

Der Grund für diese Misere: Ford leidet unter einem starken Verkaufsrückgang und muss hohe Verkaufsanreize für viele Modelle bieten. Außerdem hat ein Rückruf von 13 Millionen Firestone-Reifen das Unternehmen mehr als zwei Milliarden Dollar nach Steuern gekostet.

Der nordamerkanische Automarkt ist nach Darstellung von Konzernchef Jacques Nasser hart umkämpft. Ford habe seine Kosten in den vergangenen vier Jahren um fast sieben Milliarden Dollar reduziert, doch müsse das Unternehmen seine Wettbewerbsanstrengungen noch verstärken und gleichzeitig wichtige Produktpläne schützen, erklärte Nasser weiter. Der Ford-Absatz war im Juli um 12,7 Prozent gefallen, während der Gesamtmarkt nur um fünf Prozent geschrumpft war.

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