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Frankreich

Zulieferer fordern Staatshilfe

Foto: Archiv

Die französischen Autozulieferer fordern eine Finanzhilfe des Staates von zwei Milliarden Euro, weil die Banken keine ausreichenden Mittel bereit stellen.

28.11.2008

"Die Regierung muss einen absolut dringlichen Hilfsplan aufstellen", sagte Yvon Jacob, der Präsident des Branchenverbandes FIM, der Wirtschaftszeitung "Les Echos". Jacob schlug ein Moratorium der Sozialabgaben vor.

Zugleich gibt es Überlegungen der französischen Regierung, von Krisenbranchen wie der Autoindustrie Arbeitsplatzzusagen als Gegenleistung für Finanzhilfen einfordern. Das sagte der Staatssekretär für Beschäftigung, Laurent Wauquiez, der Finanzzeitung "La Tribune". Präsident Nicolas Sarkozy will kommende Woche einen Hilfsplan für die Autoindustrie und den Bau vorlegen.

Rund 32.000 mittelständische Unternehmen mit 30 Milliarden Euro Umsatz arbeiten in Frankreich für die Autobranche. Sie haben 500.000 Mitarbeiter, von denen 200.000 ausschließlich für die Autoindustrie arbeiten. Seit Ende September verzeichneten die Zulieferer Einbrüche beim Auftragseingang von 30 bis 70 Prozent, sagte Jacob. Für die nächsten Wochen würden gar keine Aufträge mehr erwartet. Die Autohersteller stellen die Produktion über Dezember weitgehend ein, weil eine Million Fahrzeuge auf Halde stehen. Ohne Hilfen werde "ein Großteil" der Zulieferer im Januar zahlungsunfähig, sagte Jacob.

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