Führungswechsel bei Fuso

An der Spitze der japanischen Daimler-Chrysler-Nutzfahrzeugtochter Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corporation steht ein Führungswechsel bevor. Harald Bölstler, gegenwärtig Vizepräsident von Mercedes-Benz Passenger Car Procurement, wird dem derzeitigen Präsidenten und Vorstandschef von Fuso, Wilfried Porth, nachfolgen.

Das teilte das Unternehmen am Dienstag (31.5.) in Tokio mit. Der Wechsel an der Führungsspitze markiere "das Ende" der umfassenden Aufarbeitung von Qualitätsproblemen der Vergangenheit bei Fuso.

Bölstlers Ernennung trete nach Zustimmung der turnusgemäßen Hauptversammlung der Fuso-Anteilseigner am 27. Juni in Kraft, hieß es weiter. Der Führungswechsel signalisiere den Beginn der zweiten Phase des Umbaus von Mitsubishi Fuso und die weitere Integration von Fuso in die Daimler-Chrysler AG, hieß es in einer Erklärung. Daimler-Chrysler-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler sagte: "Unsere Partner der Mitsubishi-Gruppe tragen diesen turnusmäßigen Wechsel an der Führungsspitze voll mit. Daimler-Chrysler hat sein langfristiges Engagement bei Mitsubishi Fuso Schritt für Schritt ausgedehnt".

Unter Porths Leitung sei Fuso als "integraler Bestandteil des größten Nutzfahrzeugherstellers heute besser als jemals zuvor aufgestellt und damit in der Lage, den Wettbewerb in Asien und den Weltmärkten fortzuführen", sagte Renschler. Seit 2002 erhöhte das Unternehmen den Auslandsabsatz um 36 Prozent auf 118.200 Fahrzeuge im Geschäftsjahr 2004. Die Integration in den Daimler-Chrysler-Konzern umfasse auch die Übernahme von dessen Qualitätsstandards für Fuso-Lkw und Busse. Porth werde das neue Management in Japan in seine Aufgaben einführen, bevor er zur Daimler-Chrysler AG zurückkehre, um dort eine gleichwertige Aufgabe in Europa zu übernehmen, hieß es.

Porth kam im Januar 2003 nach Stationen in Deutschland, Brasilien und Südafrika von Daimler-Chrysler zu Mitsubishi Fuso. Im März 2004 wurde Fuso eine voll konsolidierte Tochter der Daimler-Chrysler AG, die zum damaligen Zeitpunkt ihre Anteile an Mitsubishi Fuso auf 65 Prozent erhöhte. Als Folge eines Vergleichs mit der Mitsubishi Motors Corporation (MMC) im März 2005 erhielt Daimler-Chrysler weitere 20 Prozent der Anteile, die bis dahin noch MMC gehörten. Die verbleibenden 15 Prozent der Anteile werden weiter von verschiedenen Unternehmen der Mitsubishi-Gruppe gehalten.

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