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Fuso gesteht Falschinfos

Der angeschlagene Lkw-Hersteller Mitsubishi Fuso hat dem japanischen Transportministerium falsche Informationen über die laufende Rückrufaktion gegeben.

Einer der Angestellten habe inkorrekte Informationen über beschädigte Lkw an das Ministerium weitergeleitet, sagte ein Sprecher der Daimler-Chrysler-Tochter am Freitag (9.7.) in Tokio. Risse an Kupplungsgehäusen seien in zwei Fällen gefährlicher gewesen als zunächst berichtet und hätten zu Brüchen und schweren Unfällen führen können. Auch seien die Probleme nicht von Fuso, sondern von den Lkw-Besitzern selbst entdeckt worden.

Der Sprecher entschuldigte sich für die falsche Darstellung. Nach Angaben von Mitsubishi Fuso haben bislang erst 9.300 Halter ihre Fahrzeuge zur Untersuchung gebracht. Der Konzern hatte insgesamt 745.000 Lkw in die Werkstätten zurückgerufen.

Der Fahrzeughersteller hatte eingestanden, jahrzehntelang Mängel an Fahrzeugen systematisch vertuscht zu haben. Daimler-Chrysler hatte im April 2003 zunächst 43 Prozent am japanischen Nutzfahrzeug-Marktführer übernommen. Später wurde dieser Anteil auf 65 Prozent aufgestockt.

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