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Gebrauchter Supersportwagen McLaren F1

Was den Besitzer eines LeMans-Siegers im Alltag erwartet

Sie suchen einen gebrauchten Supersportwagen? Unser Geheimtipp: Kaufen Sie sich einen McLaren F1. Der Brite hat mehr zu bieten als ein Porsche, Ferrari oder Lamborghini – die sicherlich auch Fahrspaß und Aufmerksamkeit garantieren.

Doch darüber kann ein McLaren F1 Fahrer nur schmunzeln. Den nur 72 Mal gebauten Hightech- Dreisitzer aus dem britischen Woking hierzulande in freier Wildbahn zu begegnen, grenzt an eine außerordentliche Begegnung der dritten Art.


Siegreicher Rennwagen beim 24h-Klassiker

Der 627 PS starke Mittelmotorsportler aus der prominenten Formel-1-Schmiede wird von einem BMW-6,1-Liter-V12 angetrieben – die Partnerschaft mit Mercedes-Benz war 1994 beim Debüt des F1 noch kein Thema. Neben den 64 gebauten McLaren F1 entstanden fünf LM-Modelle (680 PS) sowie drei GT-Varianten (627 PS, weiterentwickelte Aerodynamik), alle mit Straßenzulassung. Die 28 Rennversionen traten in der FIA-GT-Weltmeisterschaft sowie beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an, 1995 gelang auf Anhieb der Sieg.

Den McLaren umgibt eine einzigartige Aura

Die unbeschreibliche Aura des komplett aus Karbon gefertigten Briten liegt aber sicher nicht nur am Le-Mans-Sieg. Es ist der kühne Mix aus extrem niedrigem Gewicht (1.140 Kilo), kompakten Abmessungen, aktiver Aerodynamik, extremen Fahrleistungen (3,4 s von null auf 100 km/h, Spitze 371 km/h), der Abwesenheit jeglicher Fahrhilfen (weder ABS noch Servolenkung) und überirdischem Preis (1,5 Millionen Mark).

Knapp zwei Millionen Euro kostet der Sportler

Wer sich heute einen gebrauchten McLaren F1 vors Reihenhaus stellen will, dürfte ob der aufgerufenen Summen schockiert sein. Knapp zwei Millionen (Euro, nicht Mark) sollte man haben, wenn ein Vorbesitzer zu ernsthaften Verhandlungen überredet werden soll. „Die Angebotslage beim McLaren F1 ist schwierig bis undurchsichtig“, warnt Michael Koltes, Inhaber des Autosalon Singen. Der Kundendienst will selbstredend bei von Mc-Laren autorisierten Werkstätten gemacht sein, ersatzweise auch in Woking bei Ron Dennis himself.

Möchte man den Wert des Edelrenners nicht nachhaltig schmälern, wechseln alle sechs Monate oder nach 3.000 Kilometern 5.000 Euro den Besitzer, eine große Inspektion nach 10.000 Kilometern oder 18 Monaten kommt auf 50.000 Euro. Doch der Fahrgenuss im McLaren F1 entschädigt für die Ausgaben. Ungehemmter Vortrieb, astreiner Rennmotorensound, die zentrale Sitzposition und ein verzückend agiles Handling vermitteln den Eindruck vom automobilen Schlaraffenland.

Der Bestand wird immer geringer

Und von wegen 72 Autos: Aktuell sind zwei Straßentypen weniger am Leben – dem Vernehmen nach sorgten die Abflüge von Ex-BMW-Chef Bernd Pischetsrieder und Komiker Rowan Atkinson alias Mr. Bean für eine Dezimierung des Bestands.

Mehr Details und Hintergrundberichte zu Sportwagen des letzten Jahrhunderts finden Sie auf unserer Schwesterseite Motor Klassik.

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