Gebrauchtwagen Hybridautos

Noch keine Langzeiterfahrungen

Tesla Roadster, Seitenansicht Foto: Rossen Gargolov, Beate Jeske, Hans-Dieter Seufert 23 Bilder

Mit dem Toyota Prius wurde der Hybridantrieb massentauglich, die Technik gilt als zuverlässig. Doch das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt wächst nur langsam.

Zunächst war da die Skepsis. Taugt ein Hybridauto wirklich im Alltag? Fährt es also auch bei Minusgraden, halten die Batterien? Die Hersteller beruhigen in Form von langen Garantiefristen: Toyota, Lexus und Honda bürgen fünf Jahre für die Hybrid-Komponenten.

Beim Prius II waren es sogar acht Jahre Garantie. Davon profitieren auch Käufer eines scheckheftgepflegten Gebrauchten. Doch wie schlagen sich die Modelle im Alter?

Erst 15 Jahre Praxiserfahrung

Diese Frage lässt sich noch nicht abschließend beantworten, denn selbst Toyota hat erst rund 15 Jahre Praxiserfahrung. Allerdings spricht vieles für die Zuverlässigkeit. So schneidet der Toyota Prius im Dekra-Mängelreport als bester Kompaktwagen ab.

Zudem halten sich Klagen von Usern in einschlägigen Foren im überschaubaren Rahmen. Selbst über frühe Modelle des Prius I gibt es bislang kaum Negatives zu berichten. Einige Taxis haben schon mehr als 400.000 Kilometer problemlos gemeistert. Wenn es zu Elektrik-Macken kommt, betrifft es vor allem die konventionelle Starterbatterie.

Gebrauchte Hybridmodelle sind immer noch teuer

Aus technischer Sicht spricht also wenig gegen den Kauf eines Hybridmodells. Probleme bereitet eher die angespannte Marktlage. Denn weil sich die Erstbesitzer nur ungern von ihrem Auto trennen, liegt das Preisniveau hoch: Einen fünf Jahre alten Prius II mit weniger als 100.000 Kilometer Laufleistung findet man nicht unter 11.000 Euro.

Zum Vergleich: Einen ganz konventionellen, aber ebenfalls sparsamen und vergleichbar ausgestatteten VW Golf 1.9 TDI mit 105 PS bekommt man ab 8.000 Euro. Doch viele Hybrid-Fahrer reizt gerade die zukunftweisende Technologie, die es ermöglicht, zumindest einige Meter rein elektrisch zurückzulegen. Das schaffen allerdings nur Vollhybride.

Für die Autobahn ist ein Diesel günstiger

Autos mit Mildhybrid-Technik wie zum Beispiel der Honda Civic nutzen immer auch den Verbrenner. Beim Spritverbrauch macht sich der Unterschied jedoch kaum bemerkbar. Sparsam sind beide Varianten.

Wie groß das Sparpotenzial im Alltag ist, kommt jedoch stark auf den Einsatzbereich an: Vor allem im Stadtverkehr können Hybrid-Modelle ihre Vorteile ausspielen. Wer hingegen oft lange Strecken auf der Autobahn zurücklegt, fährt mit einem Diesel meist günstiger.

Kostenfalle Batterie?

Rund 10.000 Euro kostet ein Batteriesatz bei einem Elektroauto – je nach Kapazität. Wo kein Verbrenner im Notfall einspringen kann, kommt es eben einzig auf die Stromversorgung an. Und Batterien, man kennt das von Handy und Co, verlieren im Laufe ihres Lebens an Leistung. Das gilt im Prinzip auch für Hybridmodelle, die jedoch deutlich weniger Akkus an Bord haben. Folglich halten sich die Kosten im Falle eines Austausches in Grenzen: Beim Prius sind rund 2.500 Euro für Batterien und Einbau fällig. Allerdings verspricht Toyota, wie andere Hersteller auch, dass der Energiespeicher ebenso lang hält wie das Auto.

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