General Motors

Opel-Schicksal weiter ungewiss - GM streicht 47.000 Stellen

General Motors Foto: dpa 93 Bilder

Update ++ Stellungnahmen ++ Der ums Überleben kämpfende Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) will 26.000 Stellen außerhalb der USA streichen. Damit müssen auch Opel-Mitarbeiter an den deutschen Standorten um ihre Arbeitsplätze zittern.

Das Schicksal der deutschen Tochter Opel ließ GM-Chef Rick Wagoner in der Nacht zum Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Detroit aber offen.
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Damit ist weiterhin unklar, ob GM deutsche Standorte schließen oder Opel komplett verkaufen will. Insgesamt will der US-Konzern 47.000 Stellen abbauen - das wäre etwa jeder fünfte Arbeitsplatz bei weltweit 245.000 Beschäftigten.

In seinem der US-Regierung am Dienstag vorgelegten Sanierungsplan verlangt GM zudem bis zu 30 Milliarden Dollar (24 Milliarden Euro) vom Staat. Das ist mehr als doppelt so viel wie GM bisher bekommen hat.

Der schwer gebeutelte größte US-Autohersteller droht zunehmend zu einem Milliardengrab zu werden. Der deshalb von der Regierung eingeforderte Sanierungsplan sieht neben Stellenabbau die Schließung von fünf US-Werken vor. Die Marken Saab in Schweden sowie Hummer und Saturn in den USA stehen zum Verkauf. Die Einschnitte sind die Voraussetzung für neue Staatshilfen.

Zur Frage, ob im Rahmen des Plans auch Werke in Deutschland geschlossen werden, wollte sich Wagoner nicht äußern. Laut Medienberichten erwägt GM, die Opel-Fabriken in Bochum und im belgischen Antwerpen zu schließen und das Werk Eisenach zu verkaufen. Mit der Bundesregierung verhandelt Opel wegen der GM-Schieflage über eine Bürgschaft von bis zu 1,8 Milliarden Euro. "Wir sind mittendrin, mit verschiedenen Seiten zu sprechen, darunter auch die deutsche Regierung", sagte Wagoner. Man höre sich alle Optionen an. Zu Spekulationen über eine Trennung von Opel sagte Wagoner lediglich, bisher sei niemand an GM wegen eines Verkaufs herangetreten.

Bislang hatte GM von der US-Regierung rund 13,4 Milliarden Dollar zugesagt bekommen. Nun fordert der US-Branchenführer insgesamt weitere 16,6 Milliarden Dollar. Ein geordnetes Insolvenzverfahren mit Gläubigerschutz würde dagegen GM zufolge noch viel teurer werden und sogar bis zu 100 Milliarden Dollar kosten.

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