Gerüchte um Opel-Verkauf

GM spricht von reiner Spekulation

Opel GM Logo Foto: dpa

Der US-Autokonzern General Motors hat zurückhaltend auf Medienberichte über einen möglichen Verkauf seiner Tochter Opel reagiert.

"Bei diesen Berichten handelt es sich um reine Spekulation", sagte ein GM-Sprecher am Donnerstag (9.6.) der Nachrichtenagentur dpa. Weiter wollte er das Thema nicht kommentieren.
 
"Auto Bild" und "Spiegel" hatten berichtet, GM-Manager seien zunehmend verärgert, dass das Europa-Geschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall weiter Verluste einfahre. Deshalb prüften sie, sich von den Töchtern zu trennen. Als mögliche Käufer wurden Volkswagen und chinesische Autobauer genannt.
 

VW winkt ab

Der Autobauer Volkswagen will sich nicht zu Medien-Spekulationen äußern, wonach VW als ein möglicher Käufer der General Motors-Tochter Opel im Gespräch ist. Ein VW-Sprecher in Wolfsburg sagte am Donnerstag auf Anfrage, das Unternehmen werde die Berichte wie in solchen Fällen üblich nicht kommentieren. In Konzernkreisen hieß es, die Planspiele hätten auch Kopfschütteln ausgelöst.

Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel hat Berichte über einen möglichen Verkauf des Autobauers als "dummes Zeug" bezeichnet. Einenkel sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa, GM wäre sehr schlecht beraten, Opel abzugeben. "Ohne Opel hätten sie in Europa überhaupt keine Chance. Ich glaube, dass dort jemand den Namen Opel absichtlich beschädigen will."
 
Einenkel sagte weiter: "Das, was hier gerade läuft, geht nicht spurlos an den Mitarbeitern vorbei. Die ersten haben schon gefragt, was an der Gesichte dran ist. Ich kann allen Opel-Mitarbeitern sagen, dass es sich hier um reine Spekulationen handelt und wir auch künftig mit General Motors gemeinsam gute Autos bauen werden."

Opel-Chef dementiert

Auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke hat Medienberichte über einen angeblich anstehenden Verkauf des deutschen Autobauers als haltlos bezeichnet. Stracke wies Berichte vom Donnerstag entschieden zurück, wonach sich die Opel-Mutter General Motors (GM) womöglich von der deutschen Tochter trennen wolle. In einer E-Mail an die Opel-Belegschaft sprach Stracke von "Gerüchten".
 
Das am Vormittag verschickte Schreiben liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Darin heißt es: "Dazu möchte ich ganz deutlich festhalten, dass es sich bei diesem Bericht um reine Spekulation handelt. Dies ist auch konzernweit so abgestimmt."
 
Stracke appellierte an die Belegschaft: "Ich werde mich nicht von den Spekulationen in der Presse beeinflussen lassen; bitte tun Sie das auch nicht." Den Medienberichten zufolge sind die Verkaufspläne in der Detroiter Konzernzentrale weit vorangeschritten.

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