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10.000 Angestellte müssen gehen

GM Logo Foto: dpa

Der notleidende US-Autobauer General Motors (GM) streicht weltweit nochmals 10.000 Stellen im Angestellten-Bereich. Die Zahl dieser Arbeitsplätze solle noch im laufenden Jahr auf 63.000 reduziert werden, teilte GM am Dienstag (10.2.) in Detroit mit.

Der Abbau von knapp 14 Prozent dieser Arbeitsplätze bei der Opel-Mutter ist Teil eines von der US-Regierung im Gegenzug für Milliardenkredite verlangten Sanierungsplans. Opel bleibt laut Betriebsrat vom neuen Jobabbau verschont.

Rund 3.400 der betroffenen Angestellten seien in den USA beschäftigt. Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz sagte: "Ich gehe davon aus, dass Opel davon nicht betroffen ist." Franz verwies auf einen geltenden Standortsicherungsvertrag mit Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

In der neuen Kürzungsrunde bei den Angestellten seien allerdings Auswirkungen auf die schwedische GM-Tochter Saab denkbar, so Franz. In der Entwicklung (Engineering) von Saab wären das nach seinen Angaben 1.200 bis 1.500 Stellen. GM will Saab seit längerem verkaufen.

Befristete Gehaltskürzungen in den USA

Der Opel-Mutterkonzern verhängt zudem befristete Gehaltskürzungen bei den Angestellten in den USA. Sie sollen bei Führungskräften bis zu zehn Prozent betragen, bei allen anderen bis zu sieben Prozent. In anderen Ländern würden solche und andere Einschnitte geprüft.

US-Branchenführer GM und die Nummer Drei Chrysler können derzeit angesichts der schweren Branchenkrise nur mit staatlichen Notkrediten in Milliardenhöhe überleben. Bis in einer Woche müssen sie der US-Regierung einen Plan für ihre Überlebensfähigkeit präsentieren. Die deutsche Tochter Opel verhandelt mit der Bundesregierung wegen der GM-Schieflage über eine Milliardenbürgschaft.

In den vergangenen Jahren hatte GM bereits mehrere zehntausend Jobs vor allem bei den Schichtarbeitern in den Werken abgebaut. Nach neuesten Angaben beschäftigt GM weltweit insgesamt knapp 245.000 Mitarbeiter, davon zuletzt rund 55.000 in Europa. Wegen der laufenden Sanierung ändert sich die Zahl allerdings kontinuierlich.

Die US-Autoverkäufe waren zuletzt immer stärker auf den niedrigsten Stand seit 27 Jahren eingebrochen. GM setzte im Januar in den Vereinigten Staaten 49 Prozent weniger Wagen ab als ein Jahr zuvor.

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