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47.600 wollen gehen

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Update ++ Beim US-Automobilbauer General Motors (GM) haben 47.600 Beschäftigte die vorzeitige Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses akzeptiert. Das teilte General Motors am Montag (26.6.) in Detroit mit.

GM-Boss Rick Wagoner schaute vergnügt drein bei der Verkündung der Zahlen, wieviele GM-Arbeiter entweder über Abfindungen oder Vorruhestandsregelungen beim wirtschaftlich schwer angeschlagenen Autoriesen ausscheiden werden.

Zuletzt hatten viele Zahlen kursiert: Die Gewerkschaft hatte vor vier Wochen gemeldet, 25.000 Mitarbeiter würden auf die zwischen 35.000 und 140.000 Dollar angesiedelten Abfindungszahlungen eingehen; die zuletzt kolportierte Zahl lag bei 35.000.Schon mit dieser Zahl hätte General Motors gut leben können. Dass nun beim Autobauer und dem Autozulieferer Delphi insgesamt über 47.000 Arbeiter das Unternehmen in den nächsten Monaten verlassen werden, ließ Wagoner zufrieden drein blicken.

Mit der jetzt erreichten Zahl könnte die große Restrukturierung des noch weltweit größten Autobauers zügiger als geplant umgesetzt werden. Auch Finanzanalysten werteten die Zahl positiv. Damit, so ein Wall-Street-Mann, sei der Weg geebnet für eine radikale Neuausrichtung. Was Finanzmarkt und Unternehmensspitze gleichermaßen noch mehr als die reine Zahl beglücken dürfte: Unter den 35.000 bei GM ausscheidenden Arbeitern sind 33.800 gewerkschaftlich organisiert. Ähnlich die Quote bei Delphi. Entsprechend dürfte sich der Einfluß der Gewerkschaften im Unternehmen erheblich abschwächen. Für Wagoner ist das wichtig, will er doch erheblich geringere Löhne durchsetzen als derzeit noch üblich.

Angesichts der unerwartet hohen Zahl ausscheidungswilliger Arbeiter hat Wagoner die Summe der Einsparungen in diesem Jahr von sieben auf acht Milliarden Dollar erhöht.

Hört sich nach viel an, relativiert sich aber angesichts des Umstandes, dass GM 2005 einen dramatischen Verlust von zehn Milliarden Dollar einfuhr. Zudem erwarten Branchenexperten im Autogeschäft keine Besserung für den Autobauer am US-Markt. Im Gegenteil: Sie gehen davon aus, dass der Marktanteil der GM-Marken in diesem Jahr auf unter 24 Prozent fallen wird.

Das aktuelle Restrukturierungsprogramm kostet rund 3,8 Milliarden Dollar. Bis 2008 möchte GM 12 Produktionsstätten in den USA schließen.

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