GM

Bilanz verschoben

Foto: ams

Der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) muss die für Dienstag geplante Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen für das vergangene Jahr und das Schlussquartal 2006 verschieben. GM gab nach Börsenschluss am Donnerstag (25.1.) noch keinen neuen Veröffentlichungstermin bekannt.

GM nannte offene Bilanzierungsfragen und die Verzögerung der Finanzergebnisse der Finanzsparte GMAC als Gründe. GMAC habe GM informiert, dass die Finanzergebnisse und die Bilanz zum 30. November 2006 noch nicht fertig seien. Zu diesem Zeitpunkt hatte GM eine 51-prozentige GMAC-Beteiligung an eine Investorengruppe verkauft, was 14 Milliarden Dollar bringen  wird.

GM will in der Woche zum 5. Februar mitteilen, welche Fortschritte in der Finanzberichterstattung gemacht worden seien. Das Unternehmen wolle aber seinen Jahresbericht zum fälligen Termin am 1. März bei der amerikanischen Wertpapier- und Börsenbehörde SEC einreichen.

Ältere Bilanzen anpassen

Außerdem wird GM seine Bilanzen rückwirkend von 2002 bis zum dritten Quartal 2006 revidieren. Dies wurde mit steuerlichen
Bilanzierungsanpassungen begründet, die sich vor allem auf die Zeit vor 2002 beziehen. Die Gewinne seien deshalb für die Zeit nach dem 31. Dezember 2001 um 450 bis 600 Millionen Dollar (465 Mio Euro) zu niedrig ausgewiesen worden. GM untersucht auch andere verschiedene Anpassungen für die Zeit von 2002 bis 2006.

Parallel zu der Verzögerungs- und Revisionsankündigung teilte GM mit, dass das Autogeschäft wieder besser laufe. Es habe im vierten Quartal 2006 Rekordumsätze gegeben. Der globale Branchenführer rechnet damit, dass er auf konsolidierter Basis im Schlussquartal des vergangenen Jahres in den schwarzen Zahlen war. Der Gewinn dürfte sich gegenüber dem vierten Quartal 2005 erheblich verbessert haben. GM habe auch seine Liquidität innerhalb von Jahresfrist um 5,9 Milliarden Dollar auf 26,4 Milliarden Dollar verbessert.

Weitere Verkäufe möglich

GM hatte am Donnerstag separat bekannt gegeben, dass der Autokonzern strategische Optionen für das kommerzielle und militärische Geschäft seiner Getriebesparte Allison suche, einschließlich eines Verkaufs. Damit könnte GM seine Liquidität weiter verbessern. Allison Transmission verfügt über sieben Betriebe und beschäftigt 3.400 Mitarbeiter. Allison bietet weltweit automatische und Schaltgetriebe an.

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