GM bleibt zuversichtlich

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Der angeschlagene Autokonzern General Motors erwartet 2006 und 2007 deutlich bessere Erträge. Das eingeleitete Sanierungsprogramm für das Nordamerika-Geschäft werde seine positive Wirkung entfalten, sagte Vorstandschef Rick Wagoner am Freitag (13.1) bei einem Analystentreffen am Rande der Autoshow in Detroit.

Oberste Priorität habe die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Die Kosten sollen im laufenden Jahr um sechs Milliarden Dollar reduziert werden. GM hat 2005 in Nordamerika Milliardenverluste erlitten und will bis 2008 rund 30.000 Stellen abbauen und etliche Werke schließen.

Der weltgrößte Autobauer hatte 2005 so viele Autos verkauft wie seit 27 Jahren nicht mehr. Der auf seinem Heimatmarkt stark angeschlagene Konzern setzte im vergangenen Jahr weltweit 9,17 Millionen Autos ab. Das war der höchste Absatz seit 1978, als 9,55 Millionen Autos verkauft wurden.

Der Gesamtabsatz ist damit 2005 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gestiegen, allerdings verkaufte GM im heimischen Markt mit 4,52 Millionen Autos vier Prozent weniger als im Vorjahr. GM erwarte für 2006 mit der Einführung neuer großer Geländewagen und Pickup-Modelle in Nordamerika sowie dem Chevrolet Captiva in Europa, Asien, Lateinamerika und Afrika ein erneutes weltweites Absatzwachstum.

Deutliche Absatzerhöhung im asiatisch-pazifischen Raum

GM legte in Europa um 1,3 Prozent zu. Europa sei einer der am härtesten umkämpften Märkte der Welt, hieß es. Cadillac, Corvette, Hummer, Saab und Chevrolet hätten hier Absatzrekorde verbucht, Opel und Vauxhall ihre Marktanteile in den heimischen Märkten erhöht. Der Opel-Marktanteil in Deutschland sei von 9,9 Prozent auf mehr als zehn Prozent gestiegen, womit die Marke auf den zweiten Platz zurückgekehrt sei. Vauxhall habe den Marktanteil in Großbritannien von 12,6 Prozent auf 13,1 Prozent erhöht.

In der asiatisch-pazifischen Region wurde der Absatz nach GM-Angaben um 20 Prozent und in der Region Lateinamerika/Afrika/Naher Osten um 19 Prozent erhöht. GM habe in allen drei Regionen über dem Branchendurchschnitt zugelegt. Im asiatisch-pazifischen Raum habe man erstmals mehr als eine Million Autos verkauft, und GM sei in China erstmals der führende ausländische Autohersteller geworden. In Lateinamerika sei GM seit acht Jahren Verkaufsführer.

GM hatte in Nordamerika im vergangenen Jahr Milliardenverluste und rückläufige Marktanteile verkraften müssen. Die Gesellschaft wird am 26. Januar ihre Jahresergebnisse bekannt geben. Toyota, die weltweite Nummer zwei, holt immer stärker auf und könnte den Branchenführer möglicherweise bereits im kommenden Jahr beim Absatz überholen.

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