GM-Börsengang lockt Chinesen

GM-Aktien sind heiß begehrt

GM Logo Foto: dpa

Der amerikanische Steuerzahler darf sich Hoffnung auf einen Geldsegen aus dem GM-Börsengang machen. Die Nachfrage nach den Aktien des erst vor einem Jahr der Pleite entronnenen Autoherstellers sei stark, berichteten mehrere US-Medien am Freitag (12.11.).

Deshalb erwäge die Konzernführung sogar, den Preis für das einzelne Papier über die bisher genannten 29 Dollar je Aktie anzuheben. Unter den Investoren, die Schlange stehen, ist auch der chinesische GM-Partner SAIC.

SAIC strebt nur Minderheitsbeteiligung an

Damit würde es für den Staat als Haupteigner einfacher, seine milliardenschweren Hilfen wieder einzuspielen. Die US-Regierung hatte GM mit einer Finanzspritze von 49,5 Milliarden Dollar (36,1 Mrd Euro) den Neustart ermöglicht. Der IPO soll nach bisherigen Plänen in einem ersten Schritt maximal 12,2 Milliarden Dollar in die Staatskasse spülen. Weitere Einnahmen fließen GM selbst zu.
 
Auch der chinesische GM-Partner SAIC zeigt Interesse. Die beiden Unternehmen bauen schon seit Jahren gemeinsam Autos für den boomenden Markt in der Volksrepublik und hatten ihre Kooperation erst vor wenigen Tagen ausgeweitet. Sie nehmen jetzt das Nachbarland Indien ins Visier.
 
Allerdings, so schränkte die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg ein, werde SAIC höchstens einen kleinen, eher symbolischen Anteil an General Motors übernehmen. Die US-Regierung, die GM derzeit 61 Prozent an GM hält, wolle den Eindruck vermeiden, dass der größte der amerikanischen Autobauer in chinesische Hände fällt.

Durch den Börsengang will General Motors das Stigma des "Government Motors" loswerden. Der Konzern trommelt seit Wochen für seine Rückkehr aufs Parkett. Erster Handelstag soll der 18. November sein. Auftrieb erhält das Unternehmen dabei von den angesprungenen Autoverkäufen. In diesem Jahr wird der Konzern zum ersten Mal seit 2004 wieder einen Gewinn erwirtschaften.

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