GM-Chef Wagoner nicht gegen Allianz

Foto: GM

Wenige Tage vor dem geplanten Spitzengespräch mit Renault-Nissan über eine geplante Allianz hat sich der Vorstandsvorsitzende von General Motors (GM), Rick Wagoner, zurückhaltend geäußert.

Wagoner sagte in einem Interview des Nachrichtensenders CNBC, er sei prinzipiell nicht gegen eine engere Partnerschaft mit dem Konkurrenten. Es gebe aber derzeit noch zu wenig Details, um das ganze Projekt korrekt einzuschätzen. Er freue sich jedoch auf das Gespräch mit Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn, sagte Wagoner.

Unbestätigten Berichten zufolge wollen sich Wagoner und Ghosn an diesem Freitag (14. Juli) in Detroit zu einem ersten Gespräch über eine mögliche Allianz treffen. Der Plan war ursprünglich von GM-Großaktionär Kirk Kerkorian hinter dem Rücken Wagoners eingefädelt worden. Offenbar gehen Kerkorian die Sanierungserfolge des Konzernlenkers nicht schnell und weit genug.

Am vergangenen Freitag hatte der GM-Verwaltungsrat grünes Licht für Sondierungsgespräche mit Renault-Nissan gegeben. Der französisch-japanische Autobauer erwägt im Zuge der Allianz, mit 20 Prozent beim angeschlagenen Branchenprimus General Motors einzusteigen.

Auf die Frage, ob er sich auch eine Arbeit unter einem Chef Carlos Ghosn vorstellen könne, antwortete Wagoner: "Darum werden wir uns kümmern, wenn es soweit ist ... Wir müssen erst sehen, was für beide Unternehmen machbar ist, und dann werden wir sehen, wie wir sie führen."

Kritik an seinem Sanierungskonzept wies der Konzernchef zurück. GM habe seine strukturellen Kosten allein in den vergangenen zwölf bis 14 Monaten um mehr als acht Milliarden Dollar senken können, betonte er. Auch für die laufenden Gespräche mit den Gewerkschaften über mögliche weitere Kostensenkungen zeigte er sich zuversichtlich. Erst vor kurzem hatte GM gemeldet, dass der Konzern mit seinem geplanten Stellenabbau in Nordamerika schneller vorankommt als geplant. Dank Frühverrentung und großzügigen Abfindungen werden bis Ende dieses Jahres 30.000 Mitarbeiter in Nordamerika das Unternehmen verlassen - zwei Jahre früher als ursprünglich geplant.

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