GM erwartet Quartalsverlust - Jahresprognose stark gesenkt

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General Motors (GM) erwartet wegen rückläufiger Absatz- und Produktionszahlen in Nordamerika und einem härteren Preiswettbewerb im ersten Quartal 2005 rote Zahlen. GM hat auch seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr drastisch reduziert.

Dagegen seien die übrigen Regionen und die Finanztochter GMAC auf dem Weg, ihre Gewinnziele zu erreichen oder zu übertreffen.

GM prognostizierte für den Januar-März-Abschnitt unter Ausschluss von Sonderfaktoren einen Verlust von rund 1,50 Dollar je Aktie. Bisher hatte GM mit einem ausgeglichenen oder besseren Ergebnis gerechnet. Dies hat GM am Mittwoch (16.3.) bekannt gegeben. Die GM-Aktien fielen vorbörslich um 7,5 Prozent auf 31,75 Dollar.

GM geht für das Gesamtjahr ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren nur noch von einem Gewinn von einem Dollar bis zwei Dollar je Aktie aus. Bisher hatte der Branchenführer mit vier bis fünf Dollar Gewinn pro Aktie gerechnet.

GM hat gleichzeitig die Sonderbelastung von 886 Millionen Dollar oder 1,56 Dollar je Aktie für das Vergleichsabkommen mit Fiat rückwirkend im Schlussquartal 2004 verbucht. GM hatte durch die Vereinbarung vermieden, den angeschlagenen italienischen Autohersteller ganz kaufen zu müssen.

Die Aussichten für die anderen GM-Geschäftsbereiche seien positiv. Der Umschwung in der Region Lateinamerika/Afrika/Naher Osten gewinne an Fahrt, und die asiatisch-pazifische Region bleibe auf Fahrt.

In Europa mache GM mit seinen groß angelegten strukturellen Kostensenkungsaktionen weitere Fortschritte. Marktanteile und Umsätze zeigten dort eine Trendbesserung.

"Wir haben eindeutig beträchtliche Herausforderungen in Nordamerika", betonte GM-Konzernchef Rick Wagoner. Der Rest des Autogeschäfts und GMAC befänden sich im Einklang mit den Erwartungen oder überträfen sie. Nordamerika sei jedoch die größte Sparte und der Schlüssel für die Autogewinne. Es sei deshalb wichtig, dass man dieses Geschäft in Ordnung bringe.

Die bisherige Gewinnprognose für das erste Quartal basierte auf einer Produktion von 1,25 Millionen Autos in Nordamerika. Seither sei die Fertigungsplanung um 70.000 Einheiten reduziert worden. Der Preiswettbewerb sei hier härter als erwartet.

Zwar habe man in Nordamerika bei der Kostenreduzierung in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht, doch müsse man angesichts des prognostizierten nordamerikanischen Verlustes noch viel mehr tun, erklärte GM-Finanzchef John Devine. Das Unternehmen wolle seine Marktunterstützung für Schlüsselmodelle deutlich erhöhen, kündigte er an. GM gibt bereits die höchsten Preisrabatte und Verkaufshilfen aller US-Anbieter. GM will nach Darstellung von Wagoner auch die Einführung einiger neuer wichtiger Modelle beschleunigen.

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