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GM-Finanzchef Chris Liddell

Finanzchef könnte an Konzernspitze vorrücken

Die Suche nach einem endgültigen Lenker für den angeschlagenen Autobauer General Motors könnte ein überraschendes Ende nehmen. Der Verwaltungsratsvorsitzende und Interimschef Edward Whitacre brachte am Mittwoch (06.01.) vor US-Journalisten in Detroit den erst zu Jahresbeginn angetretenen Finanzchef Chris Liddell ins Spiel.

Der hatte sich bereits vor seinem Abgang bei seinem alten Arbeitgeber Microsoft, wo er ebenfalls Finanzchef war, für höhere Weihen bereiterklärt. Liddell war seit 2005 Finanzvorstand bei dem Software-Riesen und hatte sich hier einen Ruf als eiserner Sparer erworben.

Whitacre sieht kaum Chancen für Saab

Whitacre, der starke Mann bei GM, hatte den gebürtigen Neuseeländer Liddell gerade wegen seiner Branchenferne angeheuert. Whitacre selbst war jahrelang Chef des Telekomkonzerns AT&T und kokettierte zum Amtsantritt gerne damit, von der Autoindustrie keine Ahnung zu haben. Whitacre war mit Fürsprache des Weißen Hauses zum Chefkontrolleur von General Motors aufgestiegen. Der Autobauer hatte im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden müssen und war nur durch milliardenschwere Hilfen des Staates im Eiltempo gerettet worden. Dafür ist der Staat nun Mehrheitseigner.

Der bisherige Konzernlenker Fritz Henderson musste Anfang Dezember gehen. Insbesondere der letztlich geplatzte Verkauf von Opel führte zum Bruch zwischen ihm und Whitacre. Noch unter Henderson war auch der Verkauf der schwedischen Tochter Saab geplatzt. Für die sieht Interimschef Whitacre weiterhin kaum Hoffnung auf Rettung. Er sei wenig optimistisch, sagte er vor den Journalisten, die Schließung würde bereits vorbereitet.

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