GM-Finanzsparte heiß begehrt

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Die Citigroup hat sich dem Rennen um eine Mehrheitsbeteiligung an der General-Motors-Finanzsparte GMAC (General Motors Acceptance Corporation) angeschlossen. Dies hat das "Wall Street Journal" am Sonntag (29.1.) in seiner Onlineausgabe berichtet.

Der größte amerikanische Finanzdienstleister arbeite mit dem Hedge-Fonds Cerberus Capital Management zusammen, um eine Offerte von 11,5 Milliarden Dollar (9,4 Milliarden Euro) für das Geschäft zu machen.

Die US-Bank Wachovia Corp. und die Investmentfirma Kohlberg Kravis & Roberts Co. (KKR) meinten es im Hinblick auf eine gemeinsame Offerte ebenfalls ernst, schrieb die Zeitung. Andere Investmentfirmen debattierten, ob sie sie sich der einen oder der anderen Gruppe anschließen sollten oder vielleicht selbst ein Gebot machen sollten.

Die Citigroup habe sich Cerberus in einer Gruppe angeschlossen, die ein Angebot von elf bis 15 Milliarden Dollar machen könnte, berichtete ihrerseits die US-Wirtschaftsagentur "Bloomberg" am Sonntag. Die Firmen nahmen keine Stellung. "Bloomberg" verwies ebenfalls darauf, dass eine andere Gruppe unter Führung von Wachovia und KKR zu den Bietern für eine 51-prozentige GMAC-Beteiligung gehöre.

GM habe seit 2002 mehr Geld damit verdient, Autokredite und Hypotheken zu verkaufen als mit dem Kerngeschäft, dem Autobau. Kreditrating-Agenturen hatten den GM-Anleihen bereits vor einiger Zeit wegen der enormen Geschäftsprobleme "Schrottstatus" gegeben.

Der weltgrößte Autokonzern hatte 2005 angesichts gewaltiger Verluste im nordamerikanischen Autogeschäft rote Zahlen von knapp 8,6 Milliarden Dollar (7,0 Milliarden Euro) geschrieben, obwohl die Finanztochter GMAC 2,8 (Vorjahr:2,9) Milliarden Dollar Gewinn beigesteuert hatte. GM will sich durch den Verkauf einer 51-prozentigen Beteiligung an der GMAC Geld beschaffen und das Kreditrating von GMAC erhöhen, um deren Mittelbeschaffungskosten für Auto- und andere Kredite zu senken.

GM will im Zuge eines Restrukturierungsplans bis 2008 insgesamt zwölf nordamerikanische Auto- und Teilefabriken ganz oder teilweise schließen und 30.000 Mitarbeiter nach Hause schicken, um das heimische Autogeschäft wieder zu sanieren.

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