GM

Hybrid-Trend verschlafen

Foto: Achim Hartmann

Der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) hat aus Sicht des Vizechefs Bob Lutz im Gegensatz zum schärfsten Wettbewerber Toyota den Trend für Hybrid-Fahrzeuge verschlafen.

"Wir haben das Schiff verpasst", sagte er dem Branchenblatt "Automotive News" auf der Detroit Auto Show. Der Vorstand habe nicht erkannt, dass die Hybrid-Technik mit relativ wenig Geld zur Steigerung des Markenimages genutzt werden kann.

Toyota habe den Trend früh erkannt und sich erfolgreicher als innovativer Anbieter von Zukunftstechnologien vermarktet. "Wir haben es betriebswirtschaftlich geprüft, haben einen streng analytischen Blick darauf geworfen und geglaubt, die Entwicklung und die Investitionen seien gegenüber den Aktionären unverantwortlich", sagte Lutz. Heute würde GM anders entscheiden. Angesichts des gesamten GM-Werbeetats von drei Milliarden Dollar seien jährliche Verluste beim Hybrid-Fahrzeug von etwa 100 Millionen Dollar leicht zu verschmerzen.

Während GM die Kombination aus Elektro- und Benzinmotor gerade erst für seine großen Trucks anbietet und davon 500 verkauft hat, haben die Japaner im vergangenen Jahr knapp 54.000 Hybrid-Fahrzeuge abgesetzt. 2002 waren es rund 25 000.

Toyota will nachlegen

Toyota teilte auf der Auto Show mit, Mitte des Jahres werde über die Produktion eines weiteren Hybrid-Autos entschieden. Dies werde möglicherweise in Nordamerika gebaut. Derzeit produziert der Konzern in den USA bei voller Auslastung die Hybrid-Limousine Prius. Allein im November rollten über 120.000 Fahrzeuge vom Band.

Auf dem weltweit wichtigsten Automarkt USA ist Toyota nach GM, Ford und Chrysler noch die Nummer vier. Experten gehen aber davon aus, dass die Japaner Chrysler in wenigen Jahren überholen können und langfristig auch General Motors als Nummer eins ablösen werden.

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