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Jede Menge Miese

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Der weltgrößte Autohersteller General Motors (GM) hat im zweiten Quartal 2005 erneut tiefrote Zahlen verbucht, da es weiter riesige Verluste im nordamerikanischen Markt gab.

GM litt unter dem brutalen Wettbewerb, gedrückten Preisen und Milliarden-Krankenversicherungskosten für Mitarbeiter und Betriebsrentner.

GM wies einen Quartalsverlust von 286 Millionen Dollar oder 51 Cent je Aktie aus gegenüber einem Gewinn von 1,4 Milliarden Dollar oder 2,42 Dollar je Aktie in der Vorjahreszeit. In dem Quartalsergebnis war eine Restrukturierungsbelastung von 126 Millionen Dollar bei GM Europe berücksichtigt, wie das Unternehmen am Mittwoch (20.7.) mitteilte.

Der Quartalsumsatz schrumpfte auf 48,5 Milliarden Dollar gegenüber 49,3 Milliarden Dollar im April-Juni-Abschnitt 2004. GM verlor in der Berichtszeit in Nordamerika 1,2 Milliarden Dollar gegenüber einem Gewinn von 355 Millionen Dollar im zweiten Quartal 2004. Dadurch fiel im globalen Autogeschäft ein operativer Verlust von 948 Millionen Dollar an gegenüber einen Gewinn von 579 Millionen Dollar in der Vorjahresvergleichszeit. Die nordamerikanische GM-Autosparte litt unter einem stark geschrumpften Produktionsvolumen, einem
ungünstigeren Modellmix und höheren Krankenversicherungskosten für die Mitarbeiter und Rentner.

Im gesamten ersten Halbjahr summierten sich die Verluste auf 1,39 Milliarden Dollar gegenüber einem Gewinn von knapp 2,6 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Der Umsatz ging auf 94,2 Milliarden Dollar von 97 Milliarden nach dem ersten Halbjahr 2004 zurück.

Europa und GMAC machen Gewinn

Das Unternehmen hatte seit Anfang Juni seinen Absatz mit Hilfe eines neuen kostspieligen Rabattprogramms hochgefahren, bei dem die amerikanischen Autokäufer die gleichen niedrigen Preise zahlen wie die GM-Bediensteten. Dadurch konnte der Absatz gesteigert, die übervollen Neuwagenbestände reduziert und die Marktanteile in Nordamerika auf 27,3 (Vorjahresvergleichszeit: 26,2) Prozent erhöht werden. Ford und Chrysler mussten sich angesichts der GM-Absatzerfolge dem Programm mit entsprechenden Billigangeboten anschließen, womit sich der Preiskrieg im amerikanischen Automarkt weiter verschärft hat.

GM-Konzernchef Rick Wagoner verwies darauf, dass es in allen Regionen einen Absatzanstieg gegeben habe. Die Finanzergebnisse seien bei der Finanztochter GMAC, in Lateinamerika, bei der GM Europe und im asiatisch-pazifischen Raum positiv gewesen. GM Europe und GM Asia Pacific hätten gegenüber dem ersten Quartal erhebliche Besserungen gezeigt. Der globale Marktanteil von GM erhöhte sich auf 15,2 (14,7) Prozent, und der weltweite Absatz stieg um zehn Prozent.

GM Europe verdiente 37 Millionen Dollar gegenüber einem Verlust von 45 Millionen Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit. Dies spiegele Kostensenkungen und die positiven Auswirkungen der Restrukturierungsbemühungen wider. Der europäische GM-Marktanteil lag im zweiten Quartal bei unverändert 9,7 Prozent.

"Wir sind erfreut, dass wir in Europa unter Ausklammerung von Restrukturierungskosten das erste profitable Quartal seit fünf Jahren verbucht haben", erklärte Wagoner. GM Europe mache weiter erhebliche Fortschritte. Es bleibe aber in Europa noch viel zu tun, um dauerhafte Gewinne zu verbuchen. Die besseren Ergebnisse dieses Jahres zeigten jedoch, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde. Die GM-Finanztochter GMAC verbuchte einen Gewinn von 816 (846) Millionen Dollar.

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