GM

Jobs weg, Dividende gestrichen

Foto: dpa

Der mit Milliardenverlusten kämpfende US-Autobauer General Motors (GM) weitet seinen Stellenabbau massiv aus und legt ein zusätzliches drastisches Sparprogramm auf. Die Dividende werde bis auf weiteres gestrichen, kündigte Konzernchef Rick Wagoner am Dienstag (15.7.) vor Beschäftigten in Detroit an.

GM fährt die Produktion der immer weniger gefragten Geländewagen weiter zurück. Durch die Maßnahmen soll die angespannte Liquidität des Konzerns wieder verbessert werden. GM hatte zuletzt mehrfach Spekulationen über eine drohende Pleite dementiert.

Für das eben beendete zweite Quartal sei erneut ein "signifikantes Minus" zu erwarten, sagte Wagoner. Das Europageschäft und die deutsche Tochter Opel sind von den neuen Sparplänen nach bisherigen Angaben ausgenommen.

Verwaltungsjobs abbauen

Der Stellenabbau trifft diesmal die Angestellten in Verwaltung und Management in Nordamerika. Hier sollen 20 Prozent der Kosten gespart werden. Zuletzt hatte GM in Nordamerika noch 32.000 Angestellte. Über den Verkauf von Konzernteilen sollen zudem bis zu sieben Milliarden Dollar hereinkommen.

Mit den Plänen will der größte US-Autobauer bis Ende nächsten Jahres seine Barmittel um 15 Milliarden Dollar erhöhen. Der Konzern verbrennt laut Analysten derzeit pro Quartal 3 Milliarden Dollar.

"Die Marktbedingungen haben sich in den vergangenen Wochen noch einmal verschlechtert", sagte Wagoner. GM hatte erst im Juni die Schließung von Werken sowie Kürzungen angekündigt. Die GM-Aktie stürzte zuletzt auf den niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahrzehnten.

Der Opel-Mutterkonzern leidet auf dem Heimatmarkt wie seine US-Konkurrenten Ford und Chrysler unter den hohen Spritpreisen, einer verfehlten Modellpolitik und massiv sinkenden Absatzzahlen.

Das Europageschäft und die deutsche Tochter Opel sind von den neuen Sparplänen nach bisherigen Aussagen nicht betroffen. Opel hatte es 2007 zum zweiten Mal in Folge in die schwarzen Zahlen geschafft. Der GM-Konzern insgesamt erlitt dagegen in den vergangenen drei Jahren besonders wegen des schwachen US-Marktes insgesamt Verluste von mehr als 50 Milliarden Dollar (31 Mrd Euro).

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