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GM-Krise

Ultimatum für Gläubiger bei General Motors ausgelaufen

Für zehntausende Gläubiger des angeschlagenen US-Autobauers General Motors ist in der Nacht zum Mittwoch (27.5.) die Entscheidungsfrist für einen teilweisen Schuldenverzicht abgelaufen. Wie viele dem Plan zustimmten, war zunächst nicht bekannt.

Eine Gruppe von Gläubigern verließ die Verhandlungen über die Umschuldung in der Nacht.

Umschuldung als letzte Chance für GM

Für sie sei der Plan untragbar, die Schulden in Anteile an einer neuen General Motors umzuwandeln, erklärte ein Sprecher der Main Street Bondholders. GM steht bei ihnen mit rund 27 Milliarden Dollar in der Kreide und bietet im Tausch zehn Prozent am Konzern.

Die Umschuldung gilt als die letzte Chance für die Opel-Mutter, eine Insolvenz zu umgehen. Bei dem in den USA als Gläubigerschutz bezeichneten Verfahren würde der Staat laut Medienberichten 70 Prozent an dem Autokonzern übernehmen und müsste zur Sanierung weitere 50 Milliarden Dollar hineinpumpen. Fast 20 Milliarden Dollar sind bereits an den Mutterkonzern der deutschen Opel geflossen. Hier bemüht sich derzeit die Bundesregierung, einen Investor zu finden.

Für den bereits insolventen GM-Konkurrenten Chrysler könnte der Gläubigerschutz nach einem Bericht des Wirtschaftssenders CNBC dagegen schon kommende Woche enden. Demnach würde dann der italienische Autobauer Fiat die Kontrolle übernehmen. Dieser hat auch für Opel ein Angebot abgegeben.

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