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Mindestens fünf neue Werke bis 2012

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General Motors will seine weltweite Präsenz ausbauen und in neue Fertigungswerke investieren.

Im Exklusivinterview mit auto motor und sport sagt GM-CEO und Chairman Rick Wagoner: "Derzeit haben wir weltweit 82 Fertigungswerke. In Russland, Indien und Mexiko sind wir gerade dabei, je ein neues Werk zu bauen. Darüber hinaus wollen wir in den kommenden fünf Jahren zwei, drei weitere errichten." Endgültige Entscheidungen seien noch nicht getroffen. Aber es stehe fest, dass GM die Produktionskapazität in der Region Asia-Pazifik erhöhen müsse - "vor allem im chinesischen Markt, der einfach wächst und wächst." Zusätzlich will GM bestehende Kapazitäten ausbauen. "In Brasilien etwa haben wir quasi die Kapazität eines kleinen Werkes innerhalb einer existierenden Fabrik innerhalb von zwei Jahren erhöht. Damit sollten wir für dann die nächste Dekade gut aufgestellt sein", so Wagoner.
In den USA werde GM weiterhin Überkapazitäten abbauen. Wagoner: "Wie angekündigt müssen wir noch einige Kapazitätsanpassungen vornehmen, zum Beispiel in Doraville, Georgia. Ich denke, dem folgen dann noch kleinere Anpassungen in ein, zwei Werken. Wir liegen hier voll im Plan. Bis Ende 2008 werden wir eine überschüssige Kapazität von 4,2 Millionen Einheiten eliminiert haben." Zusammen mit reduzierten Verbindlichkeiten bei der Gesundheitsvorsorge erzielt GM damit laut Wagoner eine "massive Fixkostenreduktion: Ursprünglich wollten wir diese um sechs Milliarden Dollar reduzieren. Tatsächlich werden es neun Milliarden sein. Und das wird unser Finanzergebnis 2007 ganz klar reflektieren."

Mit der globalen Auslastung seiner Produktionswerke zeigt sich Wagoner zufrieden: "Weltweit betrachtet fahren wir - auf Zwei-Schicht-Basis - ziemlich nah an einer Vollauslastung - bei rund 95 Prozent. In den USA ist es aufgrund der anhaltenden Marktschwäche etwas weniger. Dafür liegen wir in Märkten wie Südamerika gut über 100 Prozent."
Für beendet hält Wagoner die Restrukturierung in Westeuropa. "Sobald wir in Antwerpen unsere Kapazitätsanpassung durchgeführt haben, ist dieser Prozess abgeschlossen", so Wagoner. "Aber das ist kein Versprechen für alle Ewigkeit. Ich habe kein Interesse an Strukturen mit überschüssiger Kapazität in Hochkosten-Ländern."
Gleichzeitig forciere GM die Strategie der "global interbuildability". Wagoner: "Wir wollen jedes Modell dort bauen können, wo wir es verkaufen, nicht zuletzt um Währungsrisiken zu limitieren. Das hat uns übrigens das Beispiel Saab gelehrt. Unsere schwedische Marke ist vor allem deswegen in Schwierigkeiten geraten, weil der Hauptmarkt die USA sind, die Produktion aber in Westeuropa stattfindet. In den nächsten Jahren werden wir Saab auch in Nordamerika bauen - und zwar nicht nur solche Modelle, die nur für den US-Markt vorgesehen sind, wie den SUV 9-7X. Denn Saab ist eine globale Marke und braucht eine ausgeglichene Produktionspräsenz."

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