GM mit Gewinnrückgang - Mehr Miese in Europa

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Die Preisschlachten auf dem Heimatmarkt und höhere Verluste in Europa haben dem weltgrößten Autohersteller General Motors (GM) im ersten Quartal 2004 einen Gewinnrückgang eingetragen.

GM verdiente im Januar-März-Abschnitt 1,3 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) gegenüber 1,5 Milliarden Dollar in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Der Gewinn pro Aktie betrug 2,25 (Vorjahr: 2,71) Dollar. Der Quartalsumsatz erhöhte sich geringfügig auf 47,8 (47,2) Milliarden Dollar, wie die US-Mutter der Rüsselsheimer Adam Opel AG am Dienstag (20.4.) mitteilte. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren wie dem Verkauf der Rüstungssparte und Verlusten der inzwischen verkauften Hughes Electronics wurde der Gewinn gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um 24 Prozent erhöht.

GM-Konzernchef Rick Wagoner hob das gute Ergebnis der Finanztochter GMAC sowie des Autogeschäfts im asiatisch-pazifischen Raum hervor. Er verwies jedoch auf den harten Wettbewerb, hohe Krankenversicherungskosten und den schwachen japanischen Yen.

Europa-Marktanteil gefallen

Die weltweiten GM-Auslieferungen stagnierten mit rund zwei Millionen Autos. Das Unternehmen verkaufte dabei in Nordamerika 1,38 (1,44) Millionen Stück und in Europa 433.000 (427.000) Autos. Der europäische Marktanteil fiel auf 9,5 (9,6) Prozent.

Der Gewinn im Autogeschäft stieg weltweit um zwölf Prozent auf 611 Millionen Dollar, obwohl es in Nordamerika und in Europa eine niedrigere Produktion gab. GM wies für das nordamerikanische Autogeschäft nur noch einen Gewinn von 451 (548) Millionen Dollar aus.

Europa-Verlust: 116 Millionen Dollar

In Europa gab es einen Verlust von 116 Millionen Dollar gegenüber roten Zahlen von 65 Millionen Dollar im ersten Quartal 2003. Es wirkten sich der anhaltende Preisdruck, höhere Wechselkursverluste und die Kosten für die Einführung des Opel Astra aus. "Unsere Finanzergebnisse für das erste Quartal blieben in Europa hinter den Erwartungen zurück", betonte Wagoner. Er rechnet aber für den weiteren Jahresverlauf mit besseren Ergebnissen, da die Produktion des gut aufgenommenen Astra hochgefahren werde.

GM hat seinen Gewinn im asiatisch-pazifischen Raum deutlich auf 275 (75) Millionen Dollar erhöht. Die Finanztochter GMAC verbuchte einen Rekordgewinn von 786 (699) Millionen Dollar und verdiente damit mehr als GM weltweit mit seinen Autos.

GM geht von einer guten US-Konjunkturentwicklung aus. GM hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr unter Ausklammerung von Sonderfaktoren auf sieben Dollar je Aktie erhöht gegenüber einer bisherigen Vorhersage von sechs Dollar bis 6,50 Dollar pro Aktie. GM erwartet im zweiten Quartal auf dieser Basis einen Gewinn von zwei Dollar bis 2,25 Dollar je Aktie.

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