GM

Pläne für neue Minivan-Modelle gestoppt

Foto: Buick

Nach schwer rückläufigen Verkaufszahlen bei den einst populären Minivans hat man bei GM die Lust auf die Familienkutschen verloren: Laut US-Medien wurden alle künftigen Modellpläne gestoppt.

In den 80er Jahren stiegen die Nutzwert orientierten Familienkutschen der Babyboomer-Generation zu den Stars der Verkaufsstatistiken auf. Dass Chrysler damals wirtschaftlich nicht aus den Schuhen kippte, lag unter anderem am Erfolg des Chrysler Voyager. Jetzt schaut es so aus, als würden in dem Segment die Lichter ausgehen. Massiv bedrängt von den Crossover-Modellen, die zum Nutzwert nun auch noch die Themen Sportlichkeit und Design aufaddieren, haben in den vergangenen zwei Jahren die Minivan-Verkaufszahlen in den Staaten auf Talfahrt geschickt. Seit dem Jahr 2000 ist der Minivan-Absatz um 20 Prozent von 1.37 Millionen Einheiten auf 1.1 Millionen abgerutscht, bei General Motors gar um 50 Prozent von 323.000 Fahrzeugen auf 166.000 in 2005. Hoffnung auf Besserung haben die Marktexperten nicht, der Trend zu Crossover-Modellen ist massiv.

Scharfe Talfahrt bei Absatzzahlen - Besserung nicht in Sicht

Als erster Hersteller dieser Entwicklung hat Ford die Konsequenzen gezogen und vor wenigen Monaten das Produktionsende von Ford Freestar sowie Mercury Monterey verkündet. Priorität haben bei künftigen Markteinführungen nicht mehr die großen SUV und die Minivans sondern kompaktere Crossover-Modelle.

Jetzt zieht GM nach. Nach Informationen der "Detroit News" wurden alle Pläne für neue Minivans, die ursprünglich 2009 kommen sollten, gestoppt. Einen offiziellen Ausstieg von GM aus dem Segement gibt es zwar nicht, aber ein bezeichnendes Zitat von GM-Vize Bob Lutz: "Wir glauben die Minivans sind ein schrumpfendes Segment. Unsere neuen Crossover wie Acadia, Outlook und Enclave mit drei Sitzreihen treffen den Geschmack der Käufer besser, als die mit dem Ruf der "Soccer Mums" behafteten Minivans." Soccer-Mum ist ein in den Staaten gängiger Begriff für Mütter, deren Hauptbeschäftigung darin besteht, ihre Kinder zu Freizeitvergnügungen zu chauffieren.

Ein großer Verlust für die Autowelt ist es indes nicht, dass es keine Nachfolger für die meist unter den Labels von Chevrolet und Saturn laufenden GM-Minivans gibt. In der graumäusigen Gilde der Siebensitzer bestachen die GM-Vertreter der Gattung durch erlesene optische Scheußlichkeit, nie konnte GM bei den Minivans in die Liga der Großen vordringen. In den USA ist das Chrysler mit einem Marktanteil von 37 Prozent, gefolgt von Toyota mit 16 Prozent. Die Abkehr von den Minivans dürfte vor allem bei Chrysler Nervosität auslösen. Dort steht der neue Voyager als das wichtigste Modell des Segments an.

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