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Quartalsgewinn nach Bilanzierungsänderung

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General Motors (GM) hat für das erste Quartal 2006 bei Vorlage endgültiger Ergebnisse wegen bilanztechnischer Änderungen im Zusammenhang mit einer Krankenversicherungsvereinbarung für seine Rentner sowie anderen Anpassungen einen Gewinn verbucht.

Der weltgrößte Autohersteller hatte zuvor im April für den Januar-März-Abschnitt auf vorläufiger Basis einen Verlust ausgewiesen.

GM wies in der Berichtszeit endgültig einen Gewinn von 445 Millionen Dollar (355 Millionen Euro) oder 78 Cent je Aktie aus. Zuvor hatte der Autokonzern bei Vorlage vorläufiger Ergebnisse vor einigen Wochen für das erste Quartal einen Verlust von 323 Millionen Dollar oder 57 Cent je Aktie angegeben. GM hatte im ersten Quartal 2005 rote Zahlen von 1,3 Milliarden Dollar oder 2,22 Dollar je Aktie verbucht. Dies hat GM am Montag (8.5.) nach Börsenschluss mitgeteilt. Die GM-Aktien zogen nachbörslich um 0,89 Prozent auf 23,76 Dollar an.

Die Differenz zwischen dem endgültigen und dem vorläufigen Ergebnis basierte vor allem auf der Krankenversicherungsvereinbarung für die GM-Betriebsrentner mit der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW. GM wird im Rahmen des Abkommens Milliarden einsparen, da die Betriebsrentner erstmals bei den Krankenversorgung kräftig zur Kasse gebeten werden. GM hatte sich aber im Zuge der Vereinbarung auch bereit erklärt, jeweils eine Milliarde Dollar in den Jahren 2006, 2007 und 2011 in einen neuen Sonderfonds für die Betriebsrentner einzuzahlen. Der Autohersteller hatte lange Zeit mit der SEC darüber diskutiert, wie diese drei Milliarden Dollar verbucht werden müssen. Sie werden jetzt über einen Zeitraum von sieben Jahren verbucht, beginnend im dritten Quartal 2006.

GM erhöhte wegen der Bilanzierungsänderungen auch die strukturellen Kostensenkungserwartungen für das Gesamtjahr 2006 auf 4,5 Milliarden Dollar, während zuvor nur vier Milliarden Dollar Kosteneinsparungen erwartet worden waren.

GM hat auch den Gewinn seiner Finanztochter GMAC für das erste Quartal 2006 wegen endgültiger steuerlicher Auswirkungen des im März erfolgten Verkaufs der kommerziellen GMAC-Hypothekensparte auf mit 637 Millionen Dollar beziffert, gegenüber vorläufigen Angaben von 605 Millionen Dollar. GMAC hatte in der entsprechenden Vorjahreszeit 728 Millionen Dollar verdient.

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