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GM-Sanierung

GM versucht erneut Zuliefergeschäft zu verkaufen

Der angeschlagene US-Autobauer General Motors (GM) versucht zum zweiten Mal, sich komplett von seinem Zuliefergeschäft zu trennen. Der Verkaufsprozess werde sofort beginnen, kündigte GM am Donnerstag (7.1.) an. Ein Abschluss solle so schnell wie möglich erfolgen.

Angaben zum erwarteten Erlös machte der Konzern keine. GM braucht dringend Geld, um seine 6,7 Milliarden Dollar Schulden beim Staat zurückzuzahlen. Die US-Regierung hatte den Konzern vor der Pleite gerettet.
 

GM beliefert auch Fiat, Chrysler, Ford, Toyota, Peugeot und Citroen

GM hatte erst Mitte vergangenen Jahres einen Teil seines Zuliefergeschäfts wieder zurücknehmen müssen. Hintergrund war die Insolvenz der ehemaligen Tochter Delphi, bei der GM noch in der Pflicht stand. Delphi konzentriert sich nach geglücktem Neustart auf Elektronik, Motoren und Ersatzteile. GM übernahm das Geschäft mit Lenksystemen und Antriebssträngen, das seitdem unter dem Namen Nexteer firmiert.
 
Bei Nexteer arbeiten 6.200 Menschen in 15 Werken in Nord- und Südamerika, Europa und Asien. Zu den Kunden zählen neben GM selbst unter anderem Fiat, Ford, Toyota, Chrysler, Peugeot und Citroën. Zulieferer haben es allerdings grundsätzlich schwerer, an Kunden zu gelangen, wenn sie an einen Autokonzern gekoppelt sind. Die Konkurrenz fürchtet, dass Betriebsgeheimnisse weitergegeben werden.
 
GM hatte 1999 seine Autoteile-Sparte abgespalten, blieb aber bis heute der wichtigste Abnehmer. Damit schlugen die Absatzprobleme der früheren Mutter auch hart auf Delphi durch. Im Oktober 2005 musste der Zulieferer Insolvenz anmelden - die bis dahin weltweit größte Firmenpleite im Automobilsektor. Erst im September gelang Delphi nach harter Sanierung der Neustart. Zwischenzeitlich war GM selbst in die Insolvenz gerutscht.

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