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GM setzt auf Finanzierung

GM kauft Autofinanzierer AmeriCredit

Die Opel-Mutter General Motors bietet ihren Kunden bald wieder Kredite und Leasing aus eigenem Hause an. Der US- Autokonzern übernimmt den unabhängigen Autofinanzierer AmeriCredit für 3,5 Milliarden Dollar. Durch den Zukauf "erweitern sich die Finanzierungsmöglichkeiten, die wir Kunden anbieten können", sagte GM-Chef Ed Whitacre am Donnerstag (22.7.).

General Motors (GM) hatte 2006 die Mehrheit an seiner Finanzierungstochter GMAC verkauft, um Geld in die klamme Kasse zu bekommen. Beide Firmen gerieten dennoch in der Wirtschaftskrise in existenzielle Not und mussten vom Staat gerettet werden. Mittlerweile hat sich die Lage jedoch entspannt. Die Autoverkäufe ziehen wieder an und mit ihnen auch die Notwendigkeit günstiger Finanzierungen.

GMAC-Rückkauf vom Tisch

GMAC, die mittlerweile Ally Financial heißen, finanziert immer noch einen guten Teil der Opel, Chevrolets, Cadillacs oder GMCs auf der ganzen Welt. Viele US-Händler arbeiten daneben schon seit längerem mit AmeriCredit zusammen. In den vergangenen Monaten waren wiederholt Spekulationen aufgekommen, GM könnte GMAC zurückkaufen. Die Zusammenarbeit mit der Ex-Tochter wird trotz des Zukaufs weiterlaufen.
 
Eine eigene Finanzsparte macht GM für den anstehenden Börsengang am Jahresende attraktiver. Die Konkurrenten haben fast ausnahmslos hauseigene Autofinanzierer. Das Management von AmeriCredit hat der Übernahme bereits zugestimmt, jetzt müssen noch die Aktionäre ihre Anteilsscheine hergeben. GM lockt sie mit 24,50 Dollar je Aktie - 24 Prozent mehr als der Schlusskurs vom Mittwoch. Die Übernahme soll im vierten Quartal unter Dach und Fach sein.

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