GM setzt verstärkt auf Russland

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Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) setzt angesichts der schwächelnden Autokonjunktur in Westeuropa auf einen Ausbau des Geschäfts in Russland. Die Kernmarke Opel werde dort in diesem Jahr rund 100.000 Fahrzeuge absetzen, sagte GM-Europachef Carl-Peter Forster bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsmagazins "Capital" am Mittwoch (10.9.) in Berlin.

Dies sei "noch nicht das Ende der Fahnenstange". Im vergangenen Jahr hatte Opel 66.000 Neuwagen in Russland verkauft. Wann die Nachfrage in Westeuropa in Schwung komme, sei nicht vorherzusagen. Die von der IG Metall angepeilte Forderung von sieben bis acht Prozent mehr Geld für die anstehende Tarifrunde sei "kein positives Signal". Dies gebe die Branchenlage nicht her.

Forster bekräftigte, der Konzern wolle Autos weiterhin dort bauen, wo sie verkauft würden. Deswegen halte General Motors "stur an den westeuropäischen Standorten auch in Hochlohnländern wie Großbritannien und Deutschland" fest. Er verwies darauf, dass auch in osteuropäischen Ländern wie Polen ein zunehmender Lohndruck zu spüren sei. Die Angleichung an das westliche Niveau sei erstaunlich schnell.

In Russland wolle GM mit dortigen Partnern zusammenarbeiten und setze wegen hoher Einfuhrzölle auf eine Produktion im Land. Der Marktanteil von derzeit etwa zehn Prozent solle erhöht werden. Dabei zeige sich, dass neben der Basismarke Chevrolet auch Opel schon unerwartet stark gefragt sei. Es gebe großes Interesse einer oberen Mittelschicht, die eine deutsche Marke kaufen wolle, sagte Forster.

Mit Blick auf die Klimadiskussion beklagte der GM-Manager, dass es in Europa einen "Förderungs-Flickenteppich" etwa bei Biokraftstoffen gebe. Insgesamt sei in der Branche noch offen, welche neuen Technologien sich am Ende durchsetzen dürften. Bei Elektro-Autos müsse vor allem daran gearbeitet werden, die psychologisch schwierige Frage kurzer Reichweiten zu lösen. Zudem seien die Kosten noch hoch.

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