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Talfahrt gebremst

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Der angeschlagene Opel-Mutterkonzern General Motors hat seine Verluste im ersten Quartal 2006 eingedämmt. Im schwächelnden US-Geschäft erwirtschaftete der weltgrößte Autokonzern zwar weiterhin tief rote Zahlen, konnte den Fehlbetrag aber deutlich verringern.

In Europa schaffte der Konzern schwarze Zahlen. "Das erste Quartal ist ein wichtiger Meilenstein für GM und die Ertragswende in Nordamerika", sagte Konzernchef Rick Wagoner am Donnerstag (20.4.) in Detroit.

General Motors hatte im ersten Quartal vorläufigen Zahlen zufolge inklusive Sonderfaktoren einen Fehlbetrag in Höhe von 529 Millionen Dollar (428 Mio Euro) erwirtschaftet. Noch vor einem Jahr hatte der Autobauer im selben Zeitraum einen Verlust von 988 Milliarden Dollar erzielt. Analysten hatten allerdings mit einem niedrigeren Fehlbetrag gerechnet.

In Europa mit der wichtigsten Marke Opel ging der Umsatz von Januar bis März geringfügig auf 8,1 Milliarden Dollar zurück. Nach einem Verlust von 92 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum erzielte GM Europe (Opel/Vauxhall, Saab) wieder einen Gewinn von 88 Millionen Dollar. Besonders erfolgreich habe sich die schwedische Marke Saab entwickelt. Profitieren will GM nach Abschluss der Sanierung, die allein bei Opel 9.500 Arbeitsplätze kostete, von wichtigen neuen Modellen, darunter auch der Opel Corsa. Die Adam Opel GmbH veröffentlicht keine eigenen Zahlen mehr. Nach etlichen Verlustjahren dürfte Opel nach Einschätzung von Branchenexperten aber wieder die Gewinnzone erreicht haben.

General Motors steckt seit längerem in der Krise. Der Konzern leidet unter einer wenig attraktiven Modellpalette in den USA, enormen Schulden und hohen Verpflichtungen für Pensionsleistungen und Gesundheitsvorsorge. Bis zum Jahr 2008 sollen in Nordamerika zwölf Werke geschlossen und 30.000 Stellen abgebaut werden. Bei der Gesundheitsvorsorge hatte GM eine Einigung mit der Autogewerkschaft UAW ausgehandelt. Mit dem insolventen Zulieferer Delphi, einer früheren Tochter, muss noch eine Lösung über mögliche Milliardenhilfen erzielt werden werden. Hartnäckig halten sich Spekulationen, wonach GM in Europa ein Werk schließen oder eine Produktionsschicht für den Astra streichen will, möglicherweise im Werk Bochum. Das Unternehmen hat solche Pläne bisher jedoch nicht bestätigt.

Der Umsatz von General Motors war im ersten Quartal um 14 Prozent auf die Rekordsumme von 51,7 Milliarden Dollar gestiegen. Wie bereits am Vorabend bekannt gegeben, hatte der Autobauer von Januar bis März weltweit mehr als 2,2 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Dies waren vier Prozent mehr als in der Berichtsperiode vor einem Jahr. Im schwächelnden Autogeschäft erzielte GM nach wie vor hohe Verluste (721 Mio Dollar), stärkstes Standbein war die Finanzsparte GMAC, deren Mehrheitsanteile der Konzern jüngst an den Finanzinvestor Cerberus verkauft hat. Hier lag das Ergebnis bei 605 Millionen Dollar.

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