GM & Toyota

Kopf-an-Kopf-Rennen

GM Logo Foto: GM

Die zwei führenden Autobauer General Motors und Toyota liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den weltweiten Spitzenplatz. Beide Erzrivalen verkauften im vergangenen Jahr jeweils rund 9,37 Millionen Wagen.

Erstmals seit 76 Jahren muss sich GM damit die Topposition mit einem Konkurrenten teilen. "Das ist ein offenes Rennen", sagte GM-Vizepräsident John Middlebrook am Mittwoch (23.1.) in Detroit.

Für das laufende Jahr will der GM-Konzern, zu dem auch die deutsche Tochter Opel zählt, keine Verkaufsprognose abgeben. Toyota plant 2008 ein Plus von rund 5 Prozent auf 9,85 Millionen verkaufte Autos. 2007 steigerte GM seinen Absatz aller Konzernmarken 2007 um rund drei Prozent. Toyota legte um 6 Prozent zu. Sollten die Japaner weiter schneller wachsen als GM, steht der Führungswechsel damit spätestens in diesem Jahr an.

Toyota ist der profitabelste Hersteller der Welt. GM fährt derzeit besonders wegen der massiven Probleme auf dem US-Heimatmarkt Milliardenverluste ein. Ausgerechnet dort macht ihnen Toyota heftig Konkurrenz als mittlerweile zweitgrößter Hersteller auf dem US-Markt.

GM mit Marken wie Chevrolet, Opel/Vauxhall, GMC Pontiac und Buick verkaufte 2007 exakt 9.369.524 Fahrzeuge. 2007 sei damit das zweitbeste Jahr der 100-jährigen GM-Geschichte gewesen, sagte Middlebrook. Im Schlussquartal verkaufte der General Motors-Konzern 2,31 Millionen Autos - ein Plus von 4,8 Prozent. Toyota will seinen genauen Zahlen in den nächsten Wochen vorlegen.

Der japanische Konzern hatte 2007 erstmals mehr Autos gebaut als General Motors und damit den Dauerrivalen von den Produktionszahlen her als weltgrößten Hersteller abgelöst. Nun will Japans Branchenprimus GM auch erstmals beim Absatz vom Thron stoßen.

Der GM-Konzern konnte 2007 nur außerhalb der USA zulegen: In Europa stiegen die Verkäufe um 9 Prozent auf 2,18 Millionen Wagen. Für den Absatzrekord sorgten besonders Osteuropa und Russland. Wachstumsmärkte waren zudem Lateinamerika (plus 19 Prozent) und China (plus 18 Prozent). In den USA ging der Absatz dagegen um 6 Prozent auf 3,87 Millionen zurück. 59 Prozent der Fahrzeuge verkaufte GM 2007 außerhalb der USA.

Die Toyota-Gruppe, zu der auch der Lastwagenbauer Hino und der Kleinwagenbauer Daihatsu gehören, verkaufte auf dem Heimatmarkt mit 2,26 Millionen Autos vier Prozent weniger als im Vorjahr. Der internationale Absatz stieg um zehn Prozent auf 7,1 Millionen Wagen.

Alle großen Autohersteller setzen derzeit vor allem auf Wachstumsregionen wie Indien, China, Lateinamerika und Russland. Die traditionellen Automärkte wie USA und Westeuropa befinden sich dagegen im Sinkflug oder stagnieren.

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