GM unterzeichnet Daewoo-Deal

Eineinhalb Jahre nach der Insolvenzerklärung von Daewoo Motor hat der US-Autokonzern General Motors (GM) den hoch verschuldeten südkoreanischen Produzenten übernommen.

Eineinhalb Jahre nach der Insolvenzerklärung von Daewoo Motor hat der US-Autokonzern General Motors (GM) den hoch verschuldeten südkoreanischen Produzenten übernommen. Beide Seiten teilten am Dienstag (30.4.) in einer Erklärung in Seoul mit, dass sie zusammen mit den Gläubigern Daewoos die endgültigen Abkommen zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Übernahme von Kernteilen Daewoos geschlossen hätten. Für eine 67-Prozent-Beteiligung wollen GM und dessen Partner 400 Millionen Dollar in bar bezahlen. Eine Unterschriftenzeremonie sollte noch im Laufe des Tags erfolgen.

GM selbst werde 42 Prozent der Anteile für 251 Millionen Dollar übernehmen, hieß es. Um wen es sich bei den Partnern von GM handelt, denen 25 Prozent des neuen Unternehmens zufallen würden, wurde in der Erklärung nicht genannt. Aus dem Vorhaben solle ein weltweit wettbewerbsfähiges Unternehmen mit jährlichen Einnahmen von etwa fünf Milliarden Dollar hervorgehen, hieß es. Der Wert der Transaktion beläuft sich auf 2,37 Milliarden Dollar.

Die koreanischen Kreditgeber des zweitgrößten Autobauers des Landes wollen 197 Millionen Dollar für den restlichen Anteil von 33 Prozent am Joint Venture einzahlen. Zusätzlich sollen die Gläubiger Vorzugsaktien des neu zu gründenden Unternehmens zum Nennwert von 1,2 Millarden Dollar erhalten. Das neue Unternehmen werde außerdem 573 Millionen Dollar an Schulden von Daewoo übernehmen, hieß es weiter.

Das Übernahmepaket schließt die beiden Daewoo-Werke in Kunsan und Changwon mit einer jährlichen Produktionskapazität von insgesamt mehr als 500.000 Einheiten ein. Die neue Gesellschaft werde auch neun Verkaufs-Niederlassungen Daewoos im Ausland einbeziehen. Von den Fabriken in elf anderen Ländern solle nur die Produktionsanlage in Vietnam übernommen werden.

Mit dem Kauf Daewoos, das weltweit über eine Fertigungskapazität von jährlich knapp zwei Millionen Einheiten verfügt, will sich GM einen größeren Anteil in Asien wie auch eine bessere Ausgangsposition auf dem schwierigen südkoreanischen Markt verschaffen. „GMs Investition in das neue Unternehmen erlaubt uns, am wichtigen südkoreanischen Markt teilzunehmen,“ wurde der GM-Vorsitzende John F. Smith zitiert. Daewoo wurde im November 2000 von seinen Kreditgebern für zahlungsunfähig erklärt.

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