GM

Vorläufiger Abschluss mit Gewerkschaft

Foto: dpa

Beim größten US-Autohersteller General Motors (GM) haben Gewerkschaft und Management einen Tarifdurchbruch geschafft. GM und die Automobilarbeitergewerkschaft UAW (United Auto Workers) erzielten eine vorläufige Vereinbarung über einen neuen vierjährigen Tarifvertrag, der allerdings noch der Zustimmung der UAW-Mitglieder bedarf.

Dies gab GM am frühen Mittwochmorgen (26.9.) bekannt. Die Gewerkschaft hatte seit Montag mit einem Streik sämtliche US-Fabriken von GM lahm gelegt. Die Tarifvereinbarung decke rund 74.000 von der Gewerkschaft vertretene GM-Arbeiter ab, erklärte GM. GM beschäftigt weltweit 280.000 Mitarbeiter.

Konzernchef Rick Wagoner betonte, mit dem Tarifabkommen könne GM seine Wettbewerbslücke schließen. Die prognostizierten Verbesserungen erlauben nach seiner Einschätzung "die Beibehaltung einer starken Produktionspräsenz in den Vereinigten Staaten sowie erhebliche Zusatzinvestitionen". Damit könnte eine der Hauptforderungen der Gewerkschaft erfüllt werden.

Schwierigste Tarifverhandlungen von GM

Die Tarifparteien hätten sich auch auf die Schaffung eines unabhängigen Krankenversicherungs-Fonds für die Betriebsrentner und auf andere tarifliche Änderungen geeinigt, erklärte GM. Der Autohersteller hatte auf die Bildung eines von der Gewerkschaft zu verwaltenden und von GM teilweise zu finanzierenden Fonds gedrängt, um sich von Krankenversorgungs-Belastungen für rund 340.000 Betriebsrentner und deren Angehörige zu befreien.

Die Grundsatzvereinbarung für die Bildung des Fonds müsse auch gerichtlich abgesegnet werden und hänge auch von einer befriedigenden Bilanzbehandlung durch die amerikanische Wertpapier- und Börsenbehörde SEC ab. "Dies war fraglos eine der kompliziertesten und schwierigsten Tarifverhandlungs-Runden in der Geschichte der GM-UAW-Beziehungen", betonte Wagoner.

GM, Ford und Chrysler wollten bei den Tarifverhandlungen eine von ihnen auf 25 bis 30 Dollar je Stunde bezifferte Lohndifferenz zu den Arbeitern in den US-Fabriken ausländischer Konkurrenten wie Toyota, Honda und Nissan schließen. Es stehen noch Tarifvereinbarungen mit Ford und Chrysler aus. Sie sind traditionsgemäß fast identisch mit denen die mit dem Hauptverhandlungspartner - also mit GM – vereinbart wurden.

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