GM-Werk Portugal

Streik geht weiter

Foto: dpa

Gegen die drohende Schließung des portugiesischen Werks des Opel-Mutterkonzerns General Motors formiert sich immer stärkerer Widerstand der Arbeitnehmer. Im portugiesischen Azambuja trat die Belegschaft am Freitag (16.6.) in einen 24-stündigen Streik.

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz, der auch in die Interessen der europäischen GM-Beschäftigen vertritt, kündigte weitere Aktionen in der kommenden Woche auch an deutschen Standorten an. Die Ankündigung von GM, die Entscheidung zur Schließung vorerst zu verschieben, sei "ein durchsichtiges Management-Manöver", mit dem der unbequeme Beschluss in die Sommerferien verlegt werden solle, sagte Franz.

Der Arbeitnehmervertreter betonte, die geplante Schließung habe grundsätzliche Bedeutung für den Konzern und die gesamte Branche: "Sie ist ein Symbol für den Einstieg in den Ausstieg aus der Fahrzeugproduktion in Westeuropa, und das müssen wir verhindern." Laut einer GM-Studie sind die Kosten an dem Standort in Portugal, wo der Opel-Kleintransporter Combo produziert wird, um 500 Euro pro Fahrzeug höher als anderswo.

Franz warf dem GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster vor, die Studie unter Verschluss zu halten. Wenn die Arbeitnehmer keine Einsicht erhielten, werde er rechtliche Schritte einleiten, drohte der Betriebsrat.

Neue Gespräche geplant

"Wir sind auf eine lange Auseinandersetzung eingestellt, aber auch jederzeit bereit zu ernsthaften Verhandlungen." Ein GM-Sprecher in Rüsselsheim unterstrich hingegen am Freitag erneut das Ergebnis der Studie. Das Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen müsse dauerhaft profitabel sein, sagte er. GM werde jedoch neue Gespräche mit Arbeitnehmern und der portugiesischen Regierung führen. Dafür habe man sich "kein konkretes zeitliches Limit" gesetzt. Franz will Ende kommender Woche in Brüssel der EU- Kommission und Abgeordneten des europäischen Parlaments die Argumente der Beschäftigten vortragen.

Der Ausstand in dem portugiesischen Werk werde massiv befolgt, sagte Betriebsrat Paulo Vicente am Freitag. Die Beschäftigten hatten bereits in den Tagen zuvor für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Sollte der Standort nahe Lissabon mit 1.150 Mitarbeitern tatsächlich aufgegeben werden, fordern die Gewerkschaften die Weiterzahlung der Löhne bis 2009.

Neues Heft
Top Aktuell Toyota Corolla Limousine (2018) Toyota Corolla Limousine (2019) Überall verbessert
Beliebte Artikel GM Logo GM Entscheidung in Portugal verschoben GM Logo GM Streik in Portugal - Werk in Russland
Anzeige
Sportwagen Porsche 911 991 (2018) GT3 Touring-Paket Porsche 911 Carrera bis GT2 RS Elfer-Einmaleins in 5 Minuten Subaru WRX STI Diamond Edition Subaru WRX STI Diamond Edition 354 PS aus Südafrika
Allrad Jeep Gladiator JT Pickup Jeep Wrangler Gladiator (2019) Erste Bilder durchgesickert Toyota Tundra Kalifornien Toyota Tundra im Waldbrand-Einsatz Retten bis das Rücklicht schmilzt
Oldtimer & Youngtimer Mercedes 280 SE 3.5 Cabriolet W111 (1970) Wiesenthal Mercedes-Auktion Wiesenthal Familiensammlung unterm Hammer Porsche Carrera GT Werksrestaurierung Porsche Classic Carrera GT 13 Jahre alt, aber jetzt fabrikneu