GMAC

GM will GMAC zurückkaufen

General Motors will ins Autokredit-Geschäft zurück

Der größte amerikanische Autohersteller General Motors liebäugelt damit, seinen eigenen früheren Finanzarm GMAC zurückzukaufen. Damit sollen den Kunden bessere Leasing- und Kreditkonditionen angeboten werden.

GM hofft außerdem, dadurch bei einem geplanten Börsengang für Investoren attraktiver zu werden, wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg meldet, die sich auf Quellen innerhalb des Konzerns beruft. Ein GM-Mediensprecher wollte die Meldung nicht kommentieren.

Auch Chrysler finanziert über GMAC

GM hatte die Mehrheit von GMAC Financial Services 2006 verkauft, um finanzielle Engpässe zu bewältigen. Beide Unternehmen gerieten jedoch in den Jahren danach in ernsthafte Schwierigkeiten und mussten von der US-Regierung gerettet werden. Mittlerweile haben sie sich deutlich erholt. GMAC, das sich kürzlich in Ally Financial umgetauft hat, präsentierte vergangene Woche den ersten Quartalsgewinn seit über einem Jahr. Und auch GM, das zu 61 Prozent dem Steuerzahler gehört und nächste Woche seine Quartalszahlen vorstellen wird, hat angedeutet, dass mit schwarzen Zahlen gerechnet werden kann.
 
Schon jetzt laufen GMs Autokredite teilweise über GMAC. Wenn der Autokonzern den Kreditanbieter zurückkaufen will, muss er sich jedoch zuerst noch mit dem Konkurrenten Chrysler einigen, der GMAC ebenfalls nutzt. Ein Autohändler in Michigan sagte gegenüber Bloomberg, dass die GM-Händler einen hauseigenen Kreditanbieter begrüßen würden. "Die Finanzierung für einen Autokunden zu bekommen, ist sehr schwierig heutzutage, selbst wenn dessen Zahlen eigentlich gut aussehen. Ein eigener Kreditarm würde es vermutlich leichter machen." Konkurrenten wie Ford oder Toyota verfügen über hauseigene Kreditarme.

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