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GM-Zündschlossrückruf mit Todefällen

Facebook-Posts und Anrufe als Erinnerung

Weil der Rücklauf beim großen GM-Zündschlossrückruf nur mäßig ist, greift der US-Autobauer zu ungewöhnlichen Mitteln um seine Kunden zu erreichen.

Nur 1 Million Autos bisher in der Werkstatt

Vor rund 8 Monaten startete der US-Autobauer GM den Rückruf für über zwei Millionen Autos, an denen das Zündschloss Probleme bereiten könnte. Bislang haben aber nur knapp die Hälfte aller Besitzer betroffener Fahrzeuge das Zündschloss tauschen lassen. Viele Fahrzeughalter hat die Rückrufnachricht zwar erreicht, sie waren aber offensichtlich von der Dringlichkeit der Reparatur nicht überzeugt und haben deshalb nicht reagiert. Andere wollen bislang noch nichts vom Rückruf mitbekommen haben, obwohl dieser große durch die Medien ging und sogar zu einer Anhörung vor dem US-Kongress geführt hat.

Um die Quote der Rückrufrückläufer zu verbessern, greift GM jetzt zu ganz besonderen Maßnahmen. Mit verschiedenen Posts auf Facebook sowie persönlichen Anrufen will der Autobauer die betroffenen Fahrzeughalter in die Werkstätten lotsen. In Einzelfällen werden Kunden sogar zuhause aufgesucht und mit einem Leihwagen bedacht.

Schon 13 Tote wegen Zündschlossproblemen

Die möglicherweise fehlerhaften Zündschlösser können dazu führen, dass der Zündschlüssel während der Fahrt in die Aus-Position zurückspringt und damit den Motor und sämtliche elektrischen Systeme abschaltet.

Nach GM-Angaben könnten Unfälle mit 13 Toten damit in Verbindung stehen: Die Front-Airbags hatten sich in insgesamt 31 gemeldeten Fällen nicht geöffnet, heißt es in einer Erklärung des Autobauers.

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