Golf SUV

Wolfsburg gewinnt

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Wegweisende Entscheidung bei Volkswagen: Nach Zugeständnissen von Betriebsrat und IG Metall wird der neue Golf-Geländewagen nun doch im Stammwerk Wolfsburg und nicht in Portugal gebaut.

Das gaben die VW-Spitze und Arbeitnehmervertreter nach ihren Verhandlungen am Dienstagmorgen (27.9.) bekannt. Der Geländewagen wird bei der VW-Tochter Auto 5000 und damit nicht zum Haustarifvertrag gefertigt. Dies bedeutet geringere Löhne für die Beschäftigten. Mit der Zusage werden rund 1.000 Jobs in Wolfsburg gesichert.

Zugleich gab der VW-Vorstand eine Zusage für den Bau das Passat Coupés von 2008 an im Werk Emden. Dazu solle der Haustarifvertrag modifiziert werden, hieß es. Unternehmensspitze und Betriebsrat hätten zudem vereinbart, die Wettbewerbsfähigkeit des Stammwerkes weiter zu verbessern, um auf dieser Basis ein zusätzliches Modell in Wolfsburg fertigen zu können.

Die VW-Führung hatte gedroht, den Golf-Geländewagen, der 2007 auf den Markt kommen soll, in Portugal zu fertigen, wenn die Lohnkosten in Wolfsburg nicht um 850 Euro pro Fahrzeug gesenkt würden. Die Verhandlungen gelten als wegweisend für die künftige Produktion und Entlohnung bei VW in Deutschland.

VW-Markenchef Wolfgang Bernhard sagte, entscheidend sei, dass VW nun ein Fahrzeug zu "wettbewerbsfähigen Bedingungen in Deutschland fertigen und exportieren" könne. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte: "Für uns als Betriebsrat hatte bei den Verhandlungen absoluten Vorrang, dass das Fahrzeug in Wolfsburg gebaut und damit Beschäftigung nachhaltig gesichert wird."

Die IG Metall bezeichnete die Einigung als "verantwortungsvolle Entscheidung für sichere Arbeitsplätze". Die Lösung unterstreiche die Wettbewerbsfähigkeit des Automobilstandortes Deutschland, sagte IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine. Zudem sicherten weitere, neue Produkte die heute unter dem Dach des Haustarifvertrages bestehenden Arbeitsplätze.

Bei der Auto 5000 GmbH in Wolfsburg wird bereits der Mini-Van Touran gebaut. Für den Bau des Geländewagens soll die bestehende Belegschaft der Auto 5000 durch rund 1.000 Auszubildende der Abschlussjahrgänge 2006 und 2007 verstärkt werden. Sie werden zu den Konditionen der Auto 5000 eingestellt, erhalten aber bei einem Personalbedarf der Volkswagen AG eine Wiedereinstellungszusage der Volkswagen AG, wie es hieß.

Nach dem Modell "5000 x 5000" für die Touran-Fertigung arbeiten die Beschäftigten in der Regel 35 Stunden und höchstens 42 Stunden je Woche. Das Lohnniveau liegt rund 20 Prozent unter dem alten Haustarif und damit etwa auf dem Niveau des Flächentarifs. Den Namen erhielt das Arbeitsmodell aus dem Jahr 2001, weil VW 5.000 Arbeitslose zum Lohn von 5.000 D-Mark (2.560 Euro) einstellen wollte.

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