Lambretta Siluro Hardy Mutschler
Mercedes-Benz W125 (1937)
Ferrari 330 P4 (1967)
Lotus 49
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Goodwood Festival of Speed wird 25

Große Klassiker-Parade zum Jubiläum

Mit einer unfassbaren Fülle von Rennwagen und –motorrädern aus mehr als 100 Jahren Motorsport und allen Disziplinen brennt der Goodwood-Hausherr Lord March zur 25. Auflage drei Tage lang ein Feuerwerk ab. Hier die seltesten Renner.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Goodwood Festival of Speed stand die Karriere des Ex-Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone. Zu Ehren des 86-jährigen Briten versammelte Lord March rund 60 Formel-1-Autos aus der Ära Ecclestones. Auch einige Autos aus seiner großen Sammlung waren zu bewundern, darunter der Brabham BT46B-Alfa Romeo „Fan Car“. Mit diesem Auto gewann Niki Lauda 1978 den Großen Preis von Schweden – dann wurde das Auto verboten.

Eins der vielen Highlights des Wochenendes war der Auftritt von gleich zwei Mercedes-Benz W125 aus dem Jahr 1937. Neben dem Grand-Prix-Wagen aus dem Werksmuseum wurde das einzige in Privatbesitz befindliche Auto eingesetzt: Es gehörte bis vor wenigen Jahren zur Sammlung von Bernie Ecclestone, dann hat er es an einen privaten Eigentümer verkauft.

Porsche 911 GT2 RS, Goodwood 2017

Spektakulär ist auch der Audi Quattro RS002 Gruppe S Prototyp: Direkt hinter Fahrer und Beifahrer der weißen Flunder brummt der aus dem Sport Quattro bekannte Fünfzylinder-Turbomotor. Im quattro-Prototyp leistet er mit relativ geringem Ladedruck jetzt 320 PS. Der typische Audi-Reihenmotor wäre aber in dem Gruppe-S-Auto nicht zum Wettbewerbseinsatz gekommen: Das Reglement hätte kleinere Motoren und eine Maximalleistung von 300 PS vorgeschrieben. Doch nicht nur der Motor, sondern zum Beispiel auch der Gitterrohrrahmen und die dünne Kunststoffkarosserie wären in der Form nie zum Einsatz gekommen. Timo Witt von Audi Tradition, ein ehemaliger Renningenieur bei Volkswagen und Audi Sport, hat mit seinen Techniker die Gruppe-S-Flunder wieder fahrbereit gemacht: „Die Aufnahmepunkte für die Radaufhängung zum Beispiel wären in dieser Form nicht wettbewerbstauglich.“

Eine der schwierigsten Aufgaben hatten die Techniker von Audi Tradition beim Steuergerät zu lösen. Witt nutzte seine Kontakte aus der Arbeit im aktuellen Motorsport und bekam von Zulieferer Bosch eine „restaurierte“ Box für die Motronic 1.2 geliefert.

Der weiße Zweisitzer mit dem riesigen Heckspoiler wirkt äußerlich wie ein zu heiß gewaschener Gruppe C-Rennwagen. Der kurze Radstand von sicher weniger als 2,20 Meter (genaue Daten von dem Auto existieren nicht) macht den Gruppe-S-quattro extrem wendig. Das Gewicht liegt bei rund 1.000 Kilogramm.

Das 1993 erstmals ausgetragene Festival auf einer schmalen und rutschigen Berg-Rennstrecke in der Nähe von Chicester ist das beste Motorsport-Ereignis der Welt entwickelt. Eine solche Ansammlung von hochkarätigen Autos und Motorrädern gibt es nur in Goodwood. Jedes Jahr pilgern rund 150.000 Zuschauer ins Motorsport-Mekka.

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