GreenGT 2011 Le Mans Racer

24-Stunden-Renner mit Elektroantrieb

GreenGT 2011 Le Mans Racer Foto: GreenGT 12 Bilder

Die Schweizer Firma GreenGT hat mit dem GreenGT 2011 Le Mans Racer die Vision eines rein elektrisch angetriebenene LeMans-Renners entwickelt, der auf Augenhöhe der Konkurrenten mit Verbrennungsmotor liegen soll.

Bereits 2008 haben die Eidgenossen von GreenGT den Prototypen eines offenen LeMans-Renners gezeigt. Aufbauend auf dessen Kohlefasermonocoque haben nun Studenten der Designhochschule im französischen Valencienne des Le Mans Racer entworfen.

Kohlefaserchassis nach FIA-Vorgaben

Das Chassis, das nach dem FIA-Reglement aufgebaut ist, kommt klassisch daher. Einzelradaufhängung mit Dreieckslenkern und liegenden Federbeinen rundum, innenbelüfte Brembo-Bremsscheiben mit Aluminiumsätteln und Slick bereifte Magnesiumfelgen mit Zentralverschluss bilden das Grundgerüst des GreenGT.

Eigene Wege gehen die Schweizer beim Antrieb. Hier sollen zwei jeweils 100 kW starke E-Motoren die Hinterräder antreiben. An den Rädern soll dabei ein maximales Drehmoment von bis zu 2.000 Nm anliegen. Ihre Energie beziehen die Motoren aus zwei Lithium-Ionen-Batterie-Paketen. Während der Projektphase werden diese von Solaranlagen auf dem Firmendach gespeist, alternativ stehet auch ein konventionelles Ladegerät parat.

Der GreenGT soll bis zu 275 km/h schnell sein

Bei einem Gewicht von 860 Kilogramm soll der Le Mans Racer in unter vier Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen können, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 275 km/h angegeben. Damit sehen sich die GreenGT-Entwickler leistungsmäßig auf dem Niveau von rund 400 PS starken konventionell getriebenen Fahrzeugen.

Für einen potenziellen Renneinsatz in Le Mans im Jahr 2011 wurde von den Studenten eine geschlossene Karosserie entworfen. Das aus GFK geformte Kleid wird von riesigen Kühlluftschlünden in der Front sowie mächtigem Flügel- und Diffusorwerk am Heck gekennzeichnet.

Betriebsdauer maximal 45 Minuten

Kleinere Solarpaneele auf der Karosserie sollen im laufenden Betrieb den Strom für kleinere Verbraucher wie Anzeigen, Pumpen und elektronische Steuerungen liefern. Als weitere Ausbaustufe ist zudem die Integration einer Brennstoffzelle als Energielieferant geplant.

Zunächst soll der GreenGT aber in einer noch zu gründenden Öko-Rennserie gegen vergleichbare Konzepte antreten, denn mit einer Betriebsdauer von höchstens 45 Minuten per Batterieladung scheinen die 24 Stunden von Le Mans für die Schweizer noch in weiter Ferne zu liegen.

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