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Hartz

Rücktritt perfekt

Das Präsidium des VW-Aufsichtsrates hat dem Aufsichtsrat empfohlen, das Rücktrittsangebot von Personalvorstand Peter Hartz anzunehmen. Das teilte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), Mitglied des vierköpfigen Gremiums, am Mittwoch (13.7.) in Wolfsburg mit.

Die Entscheidung sei einstimmig gefallen. Hartz hatte im Zuge der VW-Korruptionsaffäre die Verantwortung für Unregelmäßigkeiten einzelner Mitarbeiter übernommen.

Der Aufsichtsrat muss der Entscheidung des Präsidiums formell noch zustimmen. Wulff sagte, bis ein Nachfolger von Hartz gefunden sei, werde VW-Chef Bernd Pischetsrieder das Amt des Personalvorstands übernehmen. Hartz bekomme keine Abfindung.

Mit dem Abgang von Hartz endet eine Ära bei VW. Das IG Metall-Mitglied war seit 1993 Personalvorstand. Hartz galt als Vater wichtiger tarifpolitischer Vereinbarungen wie etwa der Einführung der Vier-Tage-Woche, mit der Massenentlassungen vermieden wurden. Hartz war auch Mitverfasser der umstrittenen Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Bundesregierung.

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