Hella

Kündigungen in Sicht

Foto: Hella

Der Automobilzulieferer Hella will beim geplanten Personalabbau in Deutschland auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. "In den deutschen Produktions- und administrativen Bereichen wird im Laufe der nächsten fünf Jahre ein Abbau von Arbeitsplätzen unvermeidlich sein", erklärte Hella-Chef Jürgen Behrend am Freitag (21.7.).

Diese Personalreduzierung werde erstmalig auch betriebsbedingte Kündigungen erforderlich machen. Hella will die Kosten mit Verweis auf den Preisdruck in der Branche deutlich senken.

Vor einer Woche hatte das in Lippstadt beheimatete Unternehmen deutliche Einkommenskürzungen für die 11.000 deutschen Beschäftigten angekündigt. Die IG Metall hatte die von der Unternehmensführung vorgelegten Maßnahmen als «Horrorkatalog» bezeichnet. Wie viele Stellen zur Disposition stehen, ist gegenwärtig noch unklar.

Am Montag wollen sich Gewerkschaft und Unternehmensführung zusammen setzen und über einen Ergänzungstarifvertrag verhandeln. Die Gewerkschaft hatte angekündigt, nur zu verhandeln, wenn Hella auch weiterhin ein Familienunternehmen bleibe. Behrend kündigte in seiner Erklärung an, dass dies ein Ziel der Maßnahmen sei. Als unabhängiges Familienunternehmen könne Hella nur dann fortbestehen, wenn es weiterhin gelinge, in allen drei Geschäftsbereichen Licht, Elektronik und Handel nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Hella-Chef betonte in der Mitteilung, dass er vor allem über eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche sparen wolle. Sollten die Ziele umgesetzt werden, würden Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht gekürzt.

Hella hatte im vergangenen Jahr mit Automobilscheinwerfern und Elektronik-Komponenten für Fahrzeuge mehr als drei Milliarden Euro umgesetzt. Weltweit beschäftigt der Konzern in 65 Fertigungsstätten, Tochter- und Beteiligungsunternehmen 24.000 Menschen. In Deutschland hat Hella Werke in Lippstadt (Hauptsitz), Hamm, Recklinghausen, Paderborn (alle NRW), Bremen und Wembach (Schwarzwald).

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