Hennessey Venom GT schlägt Bugatti Veyron SS

Neuer High-Speed-Weltrekord mit 435,31 km/h

03/2014 Hennessey Venom GT Rekordfahrt Foto: Hennessey Performance 40 Bilder

Die 431-km/h-Rekordmarke des Bugatti Veyron Supersport wurde pulverisiert -  zumindest wenn man dem amerikanischen Fahrzeugtuner Hennessey Performance Glauben schenken mag. Mit dem Venom GT auf Lotus-Basis und mehr als 1.260 PS waren die US-Boys angeblich schneller unterwegs. 435,31 km/h (270,49 mph) standen letztendlich auf dem Tacho. Das wäre Weltrekord, doch leider gibt es einen Haken.

Die Rekordfahrt fand auf dem Kennedy Space Center im US-Bundestaat Florida statt. Dort beschleunigte Fahrer Brian Smith den Hennessey Venom GT auf mehr als 435 km/h.

Hennessey Venom GT schafft GPS-gemessene 435,31 km/h

Gemessen wurde mit einer „Racelogic V-Box“, die per GPS-Tracking die Geschwindigkeit ermittelt. Ob es für den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekord reicht, ist indes mehr als fraglich, da erstens kein Offizieller der irischen Brauerei mit Weltrekord-Sammlung anwesend war. Zweitens müsstens mindestens 30 Exemplare des Hyper-Sportwagens gebaut werden. Das ist jedoch nicht geplant.

Von Guiness hingegen bestätigt ist der Rekord des Hennessey Venom GT bei der Beschleunigung von 0-300 km/h. Das schafft der Venom GT in 13,63 Sekunden. Der Bugatti Veyron Supersport mit 1.200 PS braucht für diese Übung knapp eine Sekunde länger. 

Mit der Serienfertigung des Hennessey Venom GT erfüllte sich Firmengründer John Hennessey einen Kindheitstraum. Im Heck des im englischen Silverstone auf Basis der Lotus Exige produzierten Hypercars arbeitet ein 7,0-Liter-Twinturbo-V8. In seiner neuesten (2013er-Modell) und stärksten Ausbaustufe leistet der Venom GT maximal 1.261 PS und schickt 1.565 Nm an die Hinterräder.

Hennessey Venom GT 1:50 Min.

Hennessey Venom GT spurtet in 2,7 Sekunden auf 100 km/h

Damit rangiert der Hennessey Venom GT leistungsmäßig auf einer Ebene mit dem Bugatti Veyron Super Sport, der Ende Juni 2010 mit 431 km/h einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord in Ehra-Lessien aufgestellt hatte.

Mit einer Literleistung von 180 PS rangiert der V8-Motor des Venom GT im Spitzenfeld der Hyper-Sportwagen. Für die rekordverdächtige Leistungsausbeute sind zwei Turbolader verantwortlich, die den Achtzylinder aus dem Hause Chevrolet mit 1,1 bar unter Druck setzen. Bei 7.200 Kurbelwellenumdrehungen mahnt die Schaltlampe zum Gangwechsel. Dabei verfügt der V8 über eine niedrige Verdichtung von 9,2:1 und begnügt sich – theoretisch – mit 93 oktanigem Kraftstoff.

Eine Trockensumpfschmierung sorgt dafür, dass der Motor auch bei hohen Querbeschleunigungen mit dem nötigen Schmierstoff versorgt wird. In der schwächsten der drei per Knopf im Cockpit justierbaren Einstellungen liegen immer noch 800 PS an. In der mittleren sind es 1.000 PS. Maximal stehen die erwähnten 1.261 PS zur Verfügung. Die Gänge werden über ein Sechsgang-Getriebe von Ricardo sortiert – per Hand.

Lotus stellt die Basis für den Supersportler

Den 1.261 Pferdestärken stellen sich lediglich 1.244 Kilogramm entgegen, was in einem sensationellen Leistungsgewicht von nur  0,99 kg/PS resultiert. Kein Wunder, basiert der Hennessey Venom GT doch auf dem Chassis der Lotus Exige. Diesem lassen die US-Sportler mit britischen Wurzeln tiefgreifende Modifikationen zuteil werden. Sowohl der vordere als auch der hintere Rahmen sind komplette Neuentwicklungen, das Chassis besteht aus Kohlefaser. Die Frontscheibe, Türen, das Dach sowie das Armaturenbrett des Hennessey Venom GT sind direkte Leihgaben der Lotus Exige.

Der einstellbare Heckflügel des Mittelmotor-Sportlers soll den Venom GT bei einer Geschwindigkeit von 241 km/h mit einem Abtrieb von 677 Kilogramm auf die Straße drücken. Für garantierte Standhaftigkeit sorgen Sechskolben-Keramikbremsen aus dem Hause Brembo.

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