Höhenflug beim Ölpreis geht weiter - neue Rekordmarken

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Die Ölpreise an den internationalen Märkten haben am Donnerstag (12.8.) neue Rekordmarken erreicht. Auch die Ankündigung Saudi-Arabiens, die Förderung bei Bedarf kurzfristig weiter erhöhen zu können, sorgte nicht für Entspannung.

Konjunkturexperten machen sich unterdessen zunehmend Sorgen über die hohen Ölpreise. Das anhaltend hohe Niveau gebe "Anlass zur Besorgnis" hieß es am Donnerstag in Frankfurt bei der Europäische Zentralbank (EZB). Das ifo-Institut rechnet für 2005 mit einer Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums. Die große Unbekannte bleibe der Ölpreis, sagte ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb in München.

Ölpreis durchbricht die 42-Dollar-Marke

Der Ölpreis ist am Donnerstag in London weiter gestiegen und hat erstmals die Marke von 42 US-Dollar erreicht. In der Spitze legte der Preis für ein Barrel Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September bis auf 42,00 Dollar zu. Händler verwiesen auf Sorgen vor möglichen Versorgungsengpässen.

Auch der Preis für ein Barrel Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) steigt weiter. Das OPEC-Sekretariat berechnete den so genannten Korbpreis für die wichtigsten sieben Rohölsorten für Mittwoch mit 40,08 US Dollar, das waren acht Cents mehr als am Tag davor und der höchste Preis seit der Einführung des Korbpreis-Statistik im Januar 1987.

Zwei Stürme sorgen für Produktionsausfälle

An der Warenterminbörse Nymex in New York legte der Preis für Öl zur September-Auslieferung am Donnerstag um 19 Cent auf 44,99 Dollar zu. Er näherte sich damit wieder seinem Höchststand vom Dienstag, als der Barrel mit 45,04 Dollar eine neue Rekordmarke erreicht hatte. Zwei schwere Stürme haben die amerikanischen Energiemärkte
verunsichert. Der tropische Sturm "Bonnie" befindet sich bereits im Golf von Mexiko und hat zur Evakuierung des Personals einiger Öl- und Erdgasbohrinseln sowie zur Produktionseinstellung geführt. Der Sturm "Charley" bewegt sich aus der Karibik wahrscheinlich ebenfalls auf den Golf von Mexiko zu.

Der Markt ignorierte damit die Ankündigung des saudischen Ölministers Ali Naimi, Saudi-Arabien könne seine Förderung bei Bedarf kurzfristig um 1,3 Millionen Barrel pro Tag steigern. Bereits in den vergangenen drei Monaten habe das Land die Produktion um über eine Million Barrel täglich erhöht, was zu einer durchschnittlichen Produktion von 9,3 Millionen Barrel geführt habe, ließ Naimi am Donnerstag in New York mitteilen.

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