BMW, Nissan, Renault und VW

Steigende Zahlen bei Elektroautos

BMW i3s, Exterieur Foto: Hans-Dieter Seufert 6 Bilder

Trotz des bevorstehenden Modellwechsels auf den I.D. steigert VW die Produktion des elektrischen Golf. Auch BMW und Renault wollen künftig mehr E-Autos bauen.

Im Jahr 2019 wird VW mit dem I.D. das erste von Grund auf als Elektroauto entwickelte Modelle vorstellen, dem viele Derivate folgen werden. Der aktuell angebotene e-Golf, der auf dem aktuellen Bestseller in siebter Generation aufbaut, gilt daher als Auslaufmodell.

Das hindert die Kunden aber wohl nicht daran, den Golf mit Batterien statt Kraftstofftank zu bestellen. Im VW-Stammwerk Wolfsburg und auch in der „Gläsernen Manufaktur“ in Dresden, wo der e-Golf ebenfalls montiert wird, erhöht der Hersteller einem Bericht der Automobilwoche zufolge die Kapazität, um der Nachfrage Herr zu werden.

160 VW e-Golf pro Tag

Statt aktuell 120 sollen demnächst bis zu 160 e-Golf pro Tag gebaut werden, eine weitere Erhöhung der Produktion wird zusätzlich geprüft. Die Produktionsvorbereitungen für den VW I.D. dürften durch den höheren Ausstoß des e-Golf nicht beeinflusst werden. Die komplett neue Modellreihe auf dem ME-Baukasten wird in Zwickau von den Bändern rollen.

Der VW e-Golf kostet ab 35.900 Euro. Etwas teurer ist der BMW i3. Er kostet ab 37.550 Euro und wurde bereits ab dem ersten Zeichenstrich als Elektroauto konzipiert. Auch er soll künftig vermehrt in Leipzig gebaut werden.

Dem gleichen Bericht zufolge will BMW die Produktionsmenge des i3 und des Plug-in-Hybriden i8 im Herbst um 50 Prozent erhöhen. Insgesamt plant der Hersteller, die Zahl von 100.000 elektrifizierten Autos, als Plug-in Hybride und reine Elektroautos, aus dem Jahr 2017 in diesem Jahr um 40 Prozent auf 140.000 Einheiten zu steigern. Im Jahr 2025 soll ein Viertel der BMW vollständig oder teilweise elektrifiziert sein.

Renault Zoé ab 21.900 Euro

Deutlich günstiger ist der Einstieg in die Elektromobilität mit dem kleineren Renault Zoé. Ihn gibt es ab 21.900 Euro, wobei der günstige Einstiegpreis nur mit einer Miete der Batterie möglich ist, die je nach Kilometerleistung monatliche Kosten von mindestens 69 Euro (bei 7.500 Kilometern im Jahr und einer Mietdauer von 12 Monaten) bis 119 Euro mit sich bringt. Aktuell baut Renault 220 Zoe pro Tag im französischen Werk Flins. Hier möchte man die Kapazität während der Werksferien im August auf 440 Autos steigern und damit verdoppeln.

37.000 Bestellungen für den Nissan Leaf

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In England läuft der Leaf des Renault-Allianzpartners Nissan vom Band. Er kam 2018 in zweiter Generation auf den Markt und beansprucht weiterhin den Titel des meistverkauften Elektroautos für sich. Nissan berichtet von 37.000 Bestellungen seit der Weltpremiere des aktuellen Leaf im Herbst 2017, im ersten Halbjahr wurden europaweit über 18.000 Leaf erstmals zugelassen.

Der deutsche Importeur trägt nur einen kleinen Teil dazu bei, hierzulande waren es von Januar bis Juni 2018 ungefähr 900 Leaf, die erstmals in den Verkehr kamen. 2.600 weitere Autos wurden aber Unternehmensangaben zufolge von Kunden in Deutschland bestellt, die noch auf die Auslieferung ihres Autos warten.

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