Honda Jazz Facelift 2017 im Fahrbericht

Agiler Kleinwagen für Drehzahl-Liebhaber

Honda Jazz Facelift 2017 Fahrbericht Foto: Honda 21 Bilder
IAA 2017

Der japanische Autobauer Honda spendiert dem Kleinwagen Jazz zum neuen Modelljahr eine Überarbeitung. Der Außenauftritt wurde sportlicher gestaltet und ins Motorenportfolio zieht ein neuer 130-PS-Benziner ein. Fahrbericht.

Auf der IAA in Frankfurt im September hatte Honda den aufgefrischten Kleinwagen Jazz präsentiert. Der überarbeitete Honda Jazz wurde beim Design seinen jüngeren Geschwistern angepasst. So übernimmt der Jazz vom Civic die Frontgestaltung. Die neuen Scheinwerfer und der neu gezeichnete Kühlergrill bilden zusammen eine Flügelform. Die Scheinwerfer werden unten mit Chromprofilen verlängert, die Blinker sitzen innen. Den neuen Grill an sich dominiert ein verchromtes Honda-Logo. Die vordere Stoßstange ist mit markanten Konturen um die Lüftungsschlitze geformt. Im Heckbereich befinden sich flache, durch eine glänzend schwarze Zierleiste verbundene Designelemente. Aufgestockt wurde auch die Außenfarbpalette für den Honda Jazz. Neu im Lackprogramm ist der Metallic-Farbton „Skyride Blue“.

Mehr Platz als bei Corsa, Fiesta und Rio

Honda Jazz Facelift 2017 Fahrbericht Foto: Honda
Zum Serienumfang zählen nun ein Tempomat, beheizte Sitze, eine Lichtautomatik sowie ein City-Notbremsassistent.

Am grundsoliden Cockpit, der einfachen Bedienung und den etwas zu dünn gepolsterten Sitzen hat sich nichts getan; und auch der traditionell sehr variable Fond präsentiert sich unverändert. So bleibt der 4,03 Meter lange Wagen ein überraschend geräumiges Auto, in dem vier Insassen und beachtliche 354 Liter Gepäck gut unterkommen. Zum Vergleich: Ein Opel Corsa belässt es bei 285 Liter, ein Fiesta bei 292 und ein Kia Rio bei 325 Litern. Die Grundausstattung fällt hingegen sofort etwas üppiger aus. Zum Serienumfang zählen nun ein Tempomat, beheizte Sitze, eine Lichtautomatik sowie ein City-Notbremsassistent. In den höheren Ausstattungsversionen kommen ein 7-Zoll-Touchscreen, eine Rückfahrkamera, eine schlüsselloses Fahrberechtigungssystem, ein Kollisionswarner, ein Spurverlassenswarner sowie eine Verkehrszeichenerkennung dazu.

Gleichfalls neu: die Ausstattungslinie „Dynamic“. So schmückt sich der Jazz mit einer neu gestalteten Frontschürze, die seitlichen Lufteinlässe wurden größer und nehmen jetzt runde Nebelscheinwerfer auf. Dazwischen spannt sich eine kleine Frontspoilerlippe, die rot abgesetzt wurde und am Heck finden sich links wie rechts angedeutete Luftauslässe und ein Diffusorelement, das ebenfalls mit einer roten Linie abgesetzt wird. Serienmäßig montiert sind zudem LED-Scheinwerfern, ein Dachkantenspoiler sowie schwarz lackierten Leichtmetallfelgen im 16-Zoll-Format mit 185/55 er Reifen.

Jazz mit mehr Druck im Kessel

Sieht fesch aus, was ja nie schaden kann. Wichtiger aber ist, dass der kleine Honda nun spritziger unterwegs ist. Bislang gab es den etwas harsch federnden Jazz nur mit einem 1,3 Liter großer Direkteinspritzer, der bei 6.000 Touren 102 PS bereitstellt. Nun darf auch der bekannte 1.5 i-VTEC in Hondas kleinstem Wagen agieren.

Honda Jazz Facelift 2017 Fahrbericht Foto: Honda
8,7 Sekunden gibt Honda als Null-Hundert-Wert an, der 1.3 i-VTEC lässt sich hier 2,5 Sekunden mehr Zeit. Dabei klingt der Vierzylinder kernig, aber niemals überfordert.

130 PS bei 6.600, 155 Nm bei 4.600 Touren – ja auch dieser turbolose Motor liebt es, fleißig zu drehen.Das fordert in Zeiten der Aufladung bei manch einem etwas Überwindung. Wer sich aber nicht scheut, bringt den nur unwesentlich schwereren Jazz (31 kg) ausgesprochen zackig in Schwung, freut sich über die Drehfreude, den Boost über 4.000 Touren und lernt die kurz gestufte und knackige Sechgang-Box mit jedem Gangwechsel mehr zu schätzen. 8,7 Sekunden gibt Honda als Null-Hundert-Wert an, der 1.3 i-VTEC lässt sich hier 2,5 Sekunden mehr Zeit. Dabei klingt der Vierzylinder kernig, aber niemals überfordert. Ein feiner Motor, wie man ihn von Honda kennt, und der richtig Laune machen kann. Auch das harsche Fahrwerk passt dann besser zum Jazz. Schade nur dass die leichtgängige Lenkung weiterhin ziemlich unbeteiligt agiert – Präzision ist nicht ihr Ding.

Sein Preis ist gut gewählt

Der überarbeitete Honda steht bereits beim Händler. 16.640 Euro sind für die Einstiegsvariante „Trend“ mit 1,3-Liter-i-VTEC-Benzinmotor fällig. In der neuen Ausstattungsvariante „Dynamic“ ist Hondas Raumwunder ab 19.990 Euro verfügbar. Damit ist der Japaner ähnlich teuer wie seine Konkurrenten. Ein Ford Fiesta mit 140 PS kommt beispielsweise auf 20.900 Euro, ein Opel Corsa (150 PS) auf 19.015 Euro und ein Kia Rio mit maximal 120 PS ist für 19.490 Euro zu haben.

Fazit

Bislang war der Jazz ein rein vernunftgetriebenes Auto, das trotz seines cleveren Sitzkonzepts kaum jemand auf der Liste hatte. Mit dem 1.5 i-VTEC kommt nun deutlich mehr Leben in die Bude. Ein agiles und bezahlbares Auto also, dass eine Probefahrt absolut verdient hat. Zumindest für alle, die Drehzahlen mögen.

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