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Honda

Krenz-Händler wieder an Bord

Im Streit über den Empfang für den früheren DDR-Staats- und Parteichef Egon Krenz in einem Rostocker Honda-Autohaus hat der gekündigte Händler einen Etappensieg errungen: Der Autohersteller Honda muss den Händler Ulrich Peck zunächst wieder beliefern.

28.01.2004

Der Anwalt Peter-Michael Diestel habe beim Hamburger Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen die fristlose Kündigung seines Mandanten durch den Konzern erwirkt, bestätigte ein Honda-Pressesprecher am Dienstag (27.1.) in Offenbach. Demnach müsse der Konzern den Händler bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache wieder an sein EDV-Netz anschließen und beliefern. Dies sei am Dienstag geschehen, nachdem den Anwälten von Honda die Verfügung durch Diestel zugegangen sei, sagte der Sprecher.

Dagegen beharren die Streitparteien weiter auf ihren unterschiedlichen Darstellungen zu einer angeblichen Klage gegen die Kündigung. Peck-Anwalt Jens Osterloh sagte am Dienstag in Potsdam, gegen die Kündigung sei am Freitag Klage am Hamburger Landgericht eingereicht worden. Der Honda-Sprecher sagte dagegen, dem Konzern sei bislang keine Klage zugestellt worden. Nach der einstweiligen Verfügung sei es nun an Peck, in der Hauptsache zu klagen. Geschehe dies nicht, werde Honda dem Händler eine Frist setzen, in der dieser entweder Klage einreichen oder seine Gründe für die einstweilige Verfügung zurückziehen müsse. In jedem Fall werde Honda auf der Kündigung beharren.

Honda hatte den Lifervertrag mit dem ehemaligen 1. Sekretär der FDJ-Bezirksleitung Rostock wegen des Neujahrs-Empfangs in seinem Autohaus mit Krenz fristlos gekündigt. Krenz war kurz vor Weihnachten vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er eine Strafe wegen einer Mitschuld an den Mauertoten verbüßte. Peck, früher 1. Sekretär der FDJ-Bezirksleitung Rostock, hatte bei der umstrittenen Feier in seinem Autohaus auch PDS-Bundeschef Lothar Bisky bewirtet. Der frühere DDR-Verteidigungsminister Heinz Keßler und der ehemalige Chef der Nationalen Volksarmee, Fritz Streletz, sollen ebenfalls zu den Eingeladenen gehört haben.

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