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Wer baut das Hyper-Hypercar?

AMG und Porsche gegen Aston Martin und McLaren

Hyper-Hypercar H.P. Baxxter Foto: action press / Hersteller / Patrick Lang 14 Bilder

Scooter-Frontmann H.P. Baxxter predigt es ja schon lange: „Hyper, Hyper!“ Genau darum geht es uns auch. Wer baut eigentlich das Hyper-Hypercar? AMG mit dem neuen Project One? Oder doch Aston Martin? UK vs. Germany.

20.09.2017 Patrick Lang 14 Kommentare Powered by

Als 1994 der blondierte Techno-Barde H.P. Baxxter lauthals „Hyper, Hyper“ in die Mikrofone der deutschen Clubszene brüllte, mochte man bei AMG vermutlich noch gar nicht an ein Hypercar denken. Seit der IAA 2017 gesellt sich jedoch der Supersportwagen Project One in eine illustre Gesellschaft aus automobilen Superlativen. Da wären noch das Urgestein Porsche 918 Spyder, der McLaren P1 oder der Aston Martin Valkyrie. Also rufen wir auf zum Duell Deutschland gegen Großbritannien.

Porsche 918 Spyder gegen McLaren P1887 und 916 PS für den Legendenstatus

Wie vergleichen wir diese Autos am besten? Versuchen wir es mal in der kindlichen Autoquartett-Manier und blicken zunächst auf die Leistung. Und schon stoßen wir auf das erste Problem, denn die Herrschaften von AMG rücken bislang nicht mit den konkreten Daten raus. Mehr als 1.000 PS leiste der F1-Wagen für die Straße. Na dann glauben wir das mal. Bei Aston Martin sieht es nicht besser aus. Hier heißt es mal 1.300 PS, aber mit leeren Batterien nur 400 und im Schnitt dann zwischen 800 und 900 PS. Hm. Bei so viel Spekulation brauchen wir jetzt mal was Greifbares: McLaren P1, 916 PS. Porsche 918 Spyder, 887 PS. Es gibt also keinen eindeutigen Gewinner, aber einen eindeutigen Verlierer, und der heißt Porsche. Doch wie sieht es in puncto Hubraum aus?

AMG Project One mit kümmerlichem Hubraum

Aston Martin Valkyrie RB 001 Foto: Aston Martin
Viel Platz für einen Motor scheint es im Valkyrie gar nicht zu geben. Und doch entscheidet er mit 6,5 Litern das Hubraum-Duell klar für sich.

Wir beginnen wieder mit dem AMG, und was der in die Waagschale wirft, klingt nun so gar nicht nach Hypercar. Das Motorenherzstück ist ein 1,6-Liter-V6 mit elektrischem Turbolader. Doch weil sich der Project One ja technisch in der Formel 1 bedient, braucht er gar nicht mehr. Denn zusätzlich gibt es eine Armada von (vier) Elektromotoren für verzögerungsfreie Power. Bei Aston Martin mag man es da puristischer, denn der Valkyrie arbeitet mit einem freisaugenden V12-Mittelmotor. 6,5 Liter Hubraum stellt das von Cosworth frisierte Aggregat zur Debatte und wird hybridseitig von einem ERS-System unterstützt. Und der Rest? McLaren verbaut die 3,8-Liter-V8-Biturbo-Allzweckwaffe, legt aber noch einen 179 PS starken Elektromotor bei, der zudem als Anlasser fungiert. Bei Porsche liefert der 4,6-Liter-V8 mit seinen 608 PS die bis dato höchste spezifische Leistung eines straßenzugelassenen Saugmotors. Dazu kommen natürlich ebenfalls noch ein paar Elektro-PS (286), aber die tun für den Hubraum ja nichts zur Sache.

Viel Leistung harmoniert am besten mit wenig Gewicht, wie wir Sportwagen-Freunde wissen. Also werfen wir einen Blick auf die Waage und sehen bei AMG... nichts, denn auch hier wird noch kein Wert kommuniziert. Und bei Aston Martin gibt’s wieder nur ein bisschen Information, die sich aus Hersteller-Angaben zum Leistungsgewicht (orientiert an LMP1-Rennern) ableiten lässt. So dürfte sich der Valkyrie im Bereich um 1.000 Kilo einpendeln. Aber alle Angaben ohne Gewähr. Bestätigen können wir dagegen die etwas pummeligen 1.750 Kilo Leergewicht bei Porsche und die schlankeren 1.480 Kilo des McLaren P1. Damit geht dieser Punkt nach unserem heutigen Kenntnisstand auf die Insel.

Viel kostet viel

Porsche 918 Spyder, Frontansicht Foto: Rossen Gargolov
Der Sparfuchs unter den Hypercars: Selbst mit Weissach-Paket kostet der Porsche 918 Spyder "nur" 840.000 Euro. Alle anderen liegen -teils deutlich - nördlich der Millionengrenze.

Leistung und Exklusivität haben natürlich ihren Preis und damit kommen wir zur ersten Kategorie, in der es von allen Herstellern Angaben gibt. So wird der AMG Project One 2,275 Millionen Euro zuzüglich Steuern kosten. Viel zu teuer? Keineswegs, wie und Mercedes-Chef Dieter Zetsche auf der IAA erzählt hat. Das Telefon in Affalterbach stehe nicht mehr still, hat er gesagt. Da müssen sie sich also auch keinen Kopf mehr über den Preis machen, denn dass die 275 gebauten Exemplare bereits verkauft sind, dürfte ziemlich sicher sein. Noch strenger limitiert ist das Modell von Aston Martin. 150 Exemplare werden für einen Stückpreis von rund drei Millionen Euro auf den Markt kommen. Da stehen die Chancen auf einen eigenen Valkyrie auch nicht besonders gut. Vom McLaren P1 gab’s da schon ein paar mehr. 375 Mal wurde der britische Supersportwagen gebaut, allerdings schon ab 2013. Also gibt es den P1 mittlerweile nur noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt – der Neupreis liegt bei knapp über einer Million Euro. Es ergibt sich also eine historische Seltenheit: Der Porsche ist in diesem Quartett das Spar-Modell bei einem Grundpreis von 768.000 Euro oder rund 840.000 Euro mit dem beliebten Weissach-Paket. Passend zum Namen gibt es 918 Stück. Im Jahr 2015 lief der letzte 918 Spyder vom Band.

Zu guter Letzt noch eine klassische Sportwagen-Disziplin: Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit. Diesmal starten wir umgekehrt. Der Porsche 918 jagt in nur 2,6 Sekunden auf Tempo 100 und rennt bis auf 345 km/h. McLarens P1 schafft den Spurt in 2,8 Sekunden und macht die zwei Zehntel mit einer fünf km/h höheren Maximalgeschwindigkeit wett. Und ab hier wird es dann wieder spekulativ. Aston Martin verspricht nicht weniger als „den schnellsten Seriensportwagen der Welt“. Was immer das heißen mag – genauere Angaben gibt es nicht. AMG verspricht einen Topspeed von mehr als 350 km/h und nennt damit immerhin eine Zahl. Was die Zeit von null auf hundert betrifft, wird hinter vorgehaltener Hand von 2,5 Sekunden gesprochen.

Fazit

Fassen wir also zusammen, wer hier das Hyper-Hypercar-Duell für sich entschieden hat. Das (vermeintlich) schnellste, das günstigste und das (vermeintlich) leistungsstärkste Auto kommt jeweils aus Deutschland. Hubraum und (vermeintlich) Gewicht gehen nach Großbritannien. Falls wir nun noch Exklusivität als begehrenswert erachten, erhält UK einen weiteren Punkt und damit steht es nach aktuellem Kenntnisstand unentschieden. Als nächstes klären wir dann in bester Scooter-Manier entweder „how much the fish is“, oder „how loud“ Maria denn wirklich aufdrehen kann. Achja, und: „We are the horse(power)-men.“ So viel steht mal fest.

Neuester Kommentar

nochmal an alle die nicht lesen können: hier geht es um ein fiktives battle zwischen deutschland und england! ist wohl klar dass ferrari und königsegg nicht mitspielen dürfen.

908 20. September 2017, 22:52 Uhr
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